In etlichen Gesprächen mit den Schülern und Schülerinnen stellten viele selbst fest, dass sie ohne Handy besser schlafen, mehr lesen, kreativer sind und mehr Zeit mit der Familie verbringen.
Am Montag wurden die Gewinner-Klassen ausgezeichnet, die gemeinsam die meiste bildschirmfreie Zeit nachweisen konnten. „Da die jüngeren Klassen dabei im Vorteil sind, gibt es diesmal einen Preis für die Klassen 5 und 6 und einen für Klasse 7 und älter“, erläuterte Lehrerin Lysann Schwarz, die an der Schule zuständig für Medienkompetenz ist.
Die Aufregung an der Schule war am Montag groß, auch weil sich am Tag der Preisverleihung ein Fernseh-Team unter die Schüler mischte. Das Preisgeld stiftete wieder die Bürgerstiftung Eppstein.
Den ersten Platz mit der geringsten Bildschirmzeit machte die Klasse R5b. Ulrike Hundhausen und Sabine Bergold von der Bürgerstiftung überreichten ihnen das Preisgeld über 300 Euro: „Für ein intensives Klassenerlebnis“, sagte Hundhausen. Platz zwei belegte die R7b und erhielt dafür 200 Euro. Außerdem gab es einen Sonderpreis von 150 Euro für die Klasse G8a, weil sie ihre Bildschirmzeit im Vergleich zur Woche vor der Challenge am stärksten reduziert hat – um mehr als 50 Prozent.
Finlay und Youssef aus der R 7b nahmen das Preisgeld stellvertretend für ihre Mitschüler entgegen und verrieten, wofür sie das Geld gern nutzen würden: „Für einen Klassenausflug ins Schwimmbad oder irgendeine andere Action, für die dann keine große Zuzahlung nötig wäre!“
Schon im Rahmen ihres Social Projects im Januar mit allen siebten Klassen versuchte Maja Sommer, die Jugendlichen für einen bewussten und reflektierten Umgang mit dem Internet zu sensibilisieren. Ziel der Challenge war nun, die bewusste Nutzung der sozialen Medien. Ein wichtiger Impuls vor den großen Ferien, denn sechs schulfreie Wochen, bedeuten auch viel Zeit ohne Schule, Verein oder andere Verpflichtungen. Die Verfügbarkeit des Internets erscheint dagegen grenzenlos.
Wie wichtig es ist, sich auch seine Freizeit zu strukturieren, damit man nicht in jeder freien Minute zum Handy greift, haben auch Finlay und Youssef festgestellt. Die beiden erzählen, wie sie es geschafft haben, für die Challenge zumindest zeitweise ohne Handy klar zu kommen. Er wisse wohl, dass man sich auch mal langweilen müsse, räumte Youssef ein, dann greife er aber normalerweise automatisch zum Handy: „Deshalb haben wir beide uns fast immer draußen getroffen und irgendwas zusammen unternommen“, sagen die beiden Siebtklässler. bpa

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