24 Helfer sammeln 15 Säcke voll Müll

Zentrale Anlaufstelle der Müllsammelaktion war wieder im Familienzentrum in Alt-Eppstein.Foto: privat

Zentrale Anlaufstelle der Müllsammelaktion war wieder im Familienzentrum in Alt-Eppstein.Foto: privat

Am vergangenen Samstag waren in Eppstein wieder engagierte Menschen unterwegs, um den Müll einiger unverbesserlicher Mitmenschen aus Sträuchern und Hecken und von Straßen und Wegen zu entfernen. Mehr als 15 große, prall gefüllte Müllsäcke zeigen, dass es leider wieder nötig war.

Dass die Anzahl der Müllsäcke nicht noch größer war, lag dabei nicht an zu wenig Müll, sondern an der enttäuschend geringen Zahl an Helfern.

„24 Helfer, darunter vier Kinder, war die geringste Teilnehmenzahl, die wir je hatten“, berichtet Initiator Klaus Stephan vom BUND Eppstein. „Dies steht in keinem Verhältnis zum erheblichen Planungsaufwand. Wir müssen überlegen, wie es weitergehen kann. All jenen, die sich auch diese Mal beteiligt haben, gilt unser Dank.“ Insbesondere in Ehlhalten beteiligten sich erfreulich viele Menschen. Silke Lucas aus Ehlhalten, die schon lange und regelmäßig Müll sammelt, weiß auch genau, an welchen Stellen der meiste Müll zu finden ist: „Entlang der Straßen zwischen den Ortschaften werfen die Leute einfach unglaublich viel weg“, hat sie beobachtet. Anscheinend fühlen sich viele dort unbeobachtet und „frei“.

Deutlich besser sehe es in den Orten selbst aus, mal abgesehen von großen Parkplätzen oder rund um die Bahnhöfe. Dort finden sich Flaschen, Dosen und viel Verpackungsmaterial. Das stellte die Gruppe um Barbara Nehring aus Eppstein fest. Am häufigsten sind Zigarettenkippen aufzuheben. Das sei nicht nur lästig und mühevoll, sondern auch besonders notwendig, da Zigarettenreste viele giftige Stoffe beinhalten. Auch die verschiedenen Kunststoffe, zum Beispiel aus den massenhaft herumliegenden Kabelbindern, belasten die Umwelt, da sie nach und nach als Mikroplastik in den Nahrungskreislauf gelangen und dort enormen Schaden anrichten.

Hochgefährlich seien auch die Glasscherben und -flaschen. Neben der großen Verletzungsgefahr können Lupeneffekte bei sommerlicher Trockenheit leicht zu Bränden führen. „Am besten wäre es, wenn sich die Menschen einfach daran halten würden, nichts wegzuwerfen. Dann müsste auch keiner extra aufräumen gehen“, kommentierte Bernhard Gruber, der eine zweite Gruppe Ehlhaltener anführte. „Recht hat er“, lobt Stephan, „daher gilt an dieser Stelle auch jenen Dank, die den Müll dort entsorgen, wo er hingehört: im Mülleimer“.EZ

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