Dennoch wurde Guido Ernst einstimmig per Handzeichen wiedergewählt. Andreas Naujoks von den Grünen wurde mit fünf Stimmen bei zwei Enthaltungen sein Stellvertreter.
Zu den brennenden Themen in Bremthal gehören die Zukunftsaussichten für die Tegut-Filiale, wenn der Verkauf in den nächsten Monaten vollzogen wird. Wie berichtet, will Edeka 200 der 300 Filialen übernehmen. Für die restlichen Filialen werden andere Partner gesucht. Unter anderem ist Rewe im Gespräch.
Guido Ernst und Andreas Naujoks berichteten, dass sie, ebenso wie Bürgermeister Alexander Simon, Gespräche mit Tegut gesucht hatten, um zu erfahren, wie die Chancen stehen, dass Eppsteins bevölkerungsreichster Stadtteil einen Lebensmittelmarkt behält. Bislang gebe es keine verbindliche Aussage dazu, war der gemeinsame Tenor. Simon schilderte noch einmal das Hauptproblem: Die Tegut-Filiale im Valterweg hat nur etwas mehr als 600 Quadratmeter Verkaufsfläche. Für die kleinsten Vollsortimenter benötigen die großen Ketten aber mindestens 1100 Quadratmeter Fläche.
Das bestätigte auch Lidl-Mitarbeiter Gerd Weckermann, der für die Filialen im Main-Taunus-Kreis zuständig ist und auf Einladung des Ortsbeirats ausnahmsweise zu einem Tagesordnungspunkt Stellung nehmen durfte. Lidl sei eher auf der Suche nach einer größeren Fläche Richtung Eppstein, um seine nur 900 Quadratmeter große Filiale in Vockenhausen zu vergrößern und falle deshalb als möglicher Übernahme-Partner weg. Unter 800 Quadratmeter Verkaufsfläche sei nichts mit dem Lidl-Konzept zu vereinbaren, sagte er und wies als Alternative auf die Nah- und Gut-Läden von Edeka oder die kleinen City-Märkte von Rewe hin, die auch mit kleineren Flächen auskämen.
Am Rande der Sitzung überreichte Peter Lange, einer der Initiatoren der Pflanzenbörse auf dem Wochenmarkt, den Verkaufserlös in Höhe von 196 Euro an den Vorsitzenden des Verschönerungsvereins, Stadtrat Reiner Morgenstern.bpa

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