Große Verluste für die CDU, Grüne legen am stärksten zu

Der bundesweite Trend spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Burgstadt wider: Kräftige Verluste für die CDU (-6,7 Prozent) und Zugewinne für SPD (+2,5), FDP (+0,3) und am deutlichsten für die Grünen (+7,5) im Vergleich zur Bundestagswahl 2017. Mit 25,9 Prozent der Stimmen liegt das CDU-Ergebnis in Eppstein unter dem Gesamt-Ergebnis im Main-Taunus-Kreis mit 27 Prozent, aber deutlich höher als das der SPD, die in Eppstein 20,8 Prozent der Stimmen holte (MTK: 22).

Die FDP konnte ihr ohnehin traditionell gutes Wahlergebnis in Eppstein noch steigern und erhielt 17,6 Prozent der Stimmen – mehr noch als im MTK-Gesamtergebnis (16,8), das unter den zehn besten Wahlergebnissen für die Liberalen in der Bundesrepublik rangiert. Auch die Grünen schneiden in Stadt (18,5) und Kreis (17,3) noch besser ab als im Bundesdurchschnitt.

Trotz des guten Bundestagsergebnisses Enttäuschung bei der SPD: Kandidatin Ilja-Kristin Seewald aus Königstein hat es auch im zweiten Anlauf nicht in den Bundestag geschafft. Zu groß war der Vorsprung des favorisierten CDU-Kandidaten Norbert Altenkamp aus Bad Soden, der zwar mit deutlichen Verlusten zur Wahl 2017 (41,9 Prozent), dennoch unangefochten mit 33,3 Prozent das Direktmandat des Wahlkreises für den Bundestag holte. In Eppstein errangen beide nicht ganz so hohe Stimmenanteile wie im Kreis: Altenkamp 32,7 und Seewald 21,6 Prozent.

Am Tag nach der Wahl gewann der Eppsteiner CDU-Landtagsabgeordnete und Stadtverbandsvorsitzende Christian Heinz die einzigen positiven Aspekte der Wahl aus Sicht der Eppsteiner CDU ab: „In Eppstein liegt die CDU bei der Erst- und bei der Zweitstimme klar vorn. Norbert Altenkamp bleibt direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlkreis.“ Ansonsten sei das Gesamtergebnis „nicht wie erhofft“. Bei der Kommunalwahl vor wenigen Monaten erhielt seine Partei in Eppstein noch 42,5 Prozent der Stimmen.

FDP-Kandidatin Bettina Stark-Watzinger erhielt nur 12,6 Prozent (MTK: 13), Grünen-Kandidatin Kordula Schulz-Asche liegt mit 18,38 Prozent (MTK: 16,9) in Eppstein fast gleichauf mit dem Ergebnis ihrer Partei. Die Freien Wähler legten zwar leicht zu, verfehlten aber trotz eigenem Direktkandidaten deutlich die Fünf-Prozent-Hürde. In Eppstein erhielten sie 1,9 Prozent der Stimmen (+1), im MTK 1,58.

Halbiert hat sich die Anzahl der Stimmen für die Linken in Eppstein: Erreichten sie 2017 noch 6,1 Prozent, bleiben sie diesmal mit 3,1 deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde. Ähnlich sind die Ergebnisse auf Kreis-Ebene(3 Prozent). Deutliche Verluste verzeichnet auch die AfD auf Stadt- und Kreisebene. In Eppstein verlor sie noch deutlicher als auf Kreisebene und sank auf 6,3 Prozent (MTK: 6,67). Beide extremen Parteien blieben im MTK noch unter ihrem Bundesergebnis.

Die Wahlbeteiligung lag in Eppstein bei 83,2 Prozent und damit höher als im MTK (80,7) und im Bund (76,6). Die Ergebnisse für die Eppsteiner Orts- und Wahlbezirke sind auf der Internetseite eppstein.de zu finden. bpa

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