Bürgermeister Alexander Simon lobt die gute Zusammenarbeit und die gute Vorbereitung durch die Baufirma. Das Unternehmen habe mit mehreren Kolonnen herausragende Arbeit geleistet, sagt Simon. Auch die Stadt habe die Maßnahmen mit mehreren Fachabteilungen eng begleitet. Außerdem sei die Stadt während der gesamten Bauzeit über eine wöchentliche Baustellensprechstunde, eine verstärkte Präsenz auf den Social-Media-Kanälen Medien und nahezu täglich auch auf der Baustelle ansprechbar gewesen. „Wir haben Gespräche mit Betroffenen und Geschäftstreibenden angeboten und unzählige Gespräche geführt“, zieht Simon Bilanz und bedankt sich für das breite und überwiegende Verständnis für die Arbeiten, auch dafür, dass viele Bürgerinnen und Bürger das engagierte, kommunale Engagement gesehen und gelobt haben
Die Sanierung der Bundesstraße ist Aufgabe des Landes, Straßenbaulastträger ist Hessenmobil. Trotzdem beschäftigt die Sanierung der Bundesstraße die Gremien der Stadt schon seit über zwei Jahren. In der Stadtverordnetensitzung vom 19. Dezember 2014 folgte der Beschluss zu der vorgeschlagenen Erneuerung in einzelnen Abschnitten und wurde an die Bedingung geknüpft, dass die Arbeiten überwiegend ohne eine Vollsperrung der B455 erfolgen sollten und es nur im Bedarfsfalle zu überschaubaren Vollsperrungen kommen sollte.
Über eine Verwaltungsvereinbarung führte Hessen Mobil einige Maßnahmen im Auftrag der Stadt durch: den Abbruch der Fußgängerbrücke über die Bundesstraße, die Sanierung eines Gehweg-Abschnittes entlang der Bundesstraße und drei Maßnahmen in der Staufenstraße, den Umbau der Bushaltestelle, die Sanierung der Gehwege sowie einen neuen und barrierefrei zugänglichen Zebrastreifen samt neuer Beleuchtungsanlage und neuer Mittelinsel in der Staufenstraße.
Nach öffentlicher Beratung in den Gremien fand am 27. Mai eine öffentliche Bürgerversammlung zu den geplanten Baumaßnahmen statt. Die Stadt rief zur Solidarität mit den Geschäftsleuten, Gaststätten, Gewerbebetrieben und Dienstleistern auf, die von der Straßenbauarbeiten besonders betroffen waren. Gleichzeitig gründeten etliche Geschäftsleute die Initiative „Wir sind Eppstein“.
Während der Bauarbeiten fand wöchentlich, jeden Freitag um 14 Uhr, eine digitale Baustellen-Sprechstunde statt – insgesamt 21 Treffen per Bildschirm. Dort informierte die Stadt über aktuelle Bauphasen und Zeitpläne. Es kam zu einem regen Austausch mit der Bürgerschaft. Der Gewerbeverein Industrie Handel Handwerk (IHH) Eppstein unterstützte diese Termine. Die erste dieser Baustellensprechstunden fand am 19. Juni statt, die letzte ist am kommenden Freitag, 6. November.
Während der Bauzeit sei es zu kleineren Verzögerungen gekommen, berichtet der Bürgermeister, die seien aber jeweils in den folgenden Wochen aufgeholt worden.
Während der ersten Bauphase vom 15. Juni bis 6. August, den Arbeiten im Bauabschnitt 4 zwischen Burgstraße West und Lorsbacher Straße, wurde die Fußgängerbrücke über den Schwarzbach und die Straße zurückgebaut, im Anschluss wurde die Fahrbahndecke abgefräst und der Unterbau erneuert. Der Gehweg am Schwarzbach wurde entfernt. Er war schon Richtung Schwarzbach abgesackt. Dort wurden neue Tiefborden eingebaut und der Weg mit Winkelstützen und Hochborden zum Bachlauf hin gestützt.
Weiter ging es vom 7. bis zum 17. August mit Bauabschnitt 5a rund um die Kreuzung B 455 / Lorsbacher Straße. Diese Straßenkreuzung wurde zeitweise voll gesperrt. Die Fahrbahn wurde abgefräst, die Fahrbahn reguliert und der Asphalt eingebaut. Die Verkehrsfreigabe verschob sich um einige Tage.
Bauabschnitt 5b dauerte vom 18. August bis 25. September und wurde zwischen den Einmündungen Burgstraße Ost und Fischbacher Straße in mehreren Phasen ausgeführt. Der Verkehr wurde über eine Ampelsteuerung geregelt. In diese Ampelschaltung waren zeitweise bis zu sieben Kreuzungen und Straßeneinmündungen einbezogen, weshalb es vor allem in den ersten Tagen, bevor die Ampelzeiten eingerichtet waren, und in den Verkehrsspitzenzeiten zu längeren Wartezeiten kam.
Am 25. September begann Bauabschnitt 6 außerhalb der geschlossenen Ortschaft. Die gut 500 Meter lange Sanierungsstrecke beginnt in Höhe der Kreuzung Fischbacher Straße Richtung Fischbach. Während der Bauarbeiten wurde der Verkehr über eine Einbahnregelung von Fischbach nach Eppstein geführt In diesem Zusammenhang wurde eine neue Mittelinsel auf der Bundesstraße errichtet, die den Wechsel vom kombinierten Rad- und Gehweg auf die Straße erleichtern soll. Zudem erhofft sich die Stadt eine Drosselung der Geschwindigkeit der Fahrzeuge.

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