der Kunstsammlung im Landratsamt, die gerade eröffnet wurde und bis 14. Juni im Landratsamt zu sehen ist.
„Kunst und Kultur beschäftigen sich seit jeher mit Kindheit – mit ihren Freiheiten, Brüchen und ihrem Wandel. Dieses Spannungsfeld greifen wir im neuen Kulturprogramm bewusst auf“, erläutert Kreisbeigeordneter Axel Fink, der Kultur- und zugleich Kinder- und Jugenddezernent ist.
Die Ausstellung widmet sich Kindheit und Jugend als prägender Lebensphase und zeigt Werke aus Malerei, Plastik, Objektkunst, Zeichnung, Fotografie und Installation.
Im Begleitprogramm erfahren Teilnehmer mehr über Hintergründe und über die Künstler. So wird für am Samstag, 7. März, ein Atelierbesuch bei Künstlerin Wanda Pratschke im Frankfurter Ostend angeboten. Am 7. Mai führt der Arzt Ulrich Koch unter psychologischen Gesichtspunkten durch die Ausstellung: „Kindheit im Spiegel der Künste“.
Auch für Kinder ist etwas dabei: Am 9. März um 10.30 Uhr wird für Kitas und Grundschüler ab fünf Jahren das Bilderbuchkino „Karl und Knäcke lernen räubern“ gezeigt. Donnerstag, 16. April, bietet die Künstlerin Katharina Müller einen Zeichenworkshop in der Ausstellung an: „Miteinander groß werden“, für Kinder ab 7 Jahre. Am 28. April führen die beiden Teenager Hannah und Cosima unter dem Gesichtspunkt „Kinder erklären Kunst“ (für Erwachsene) durch die Ausstellung und schauen aus ihrer Perspektive auf die Kunstwerke.
Am 30. Mai beginnt um 15 Uhr eine Führung durch die Ausstellung, danach geht es mit den Oldtimer-Freunden Main-Taunus und dem Mercedes-Benz-Stammtisch Hofheim per Oldtimer-Shuttle nach Rüsselsheim in die Opel-Altwerke zur Ausstellung „Belichtungsmesser 2, internationale Biennale für Gegenwartskunst“.
Die Ausstellung im Landratsamt, Am Kreishaus 1-5 in Hofheim ist kostenlos zu den üblichen Öffnungszeiten des Landratsamtes zu sehen. Für das Begleitprogramm wird eine Teilnahmegebühr erhoben. Um Anmeldung zum Begleitprogramm wird gebeten unter der E-Mail-Adresse kultur[at]mtk[dot]org oder telefonisch unter 06192 201-2536. Das Kulturprogramm samt Kosten für einzelne Angebote ist auf der Internetseite des Kreises www.mtk.org abrufbar.
Gleichzeitig mir der neuen Jahreskunstausstellung „Kinder, Kinder…“ hat der Main-Taunus-Kreis Band 3 der Reihe „Kunst und Kultur im Main-Taunus-Kreis“ herausgegeben. Nach „Ludwig Meidner“ und dem Band „Jüdisches Leben im Main-Taunus-Kreis“ stellt der dritte Band der Kunstreihe die Kunstammlung im Landratsamt selbst in den Mittelpunkt und blickt auf 40 Jahre Kunstsammlung Landratsamt zurück.
Zusätzlich zu den Jahresausstellungen wirft das Buch als Werkkatalog einen Blick auf die knapp 900 Werke umfassende Sammlung, auf die Sammlungstätigkeit und den Beginn der Sammlung durch den Gründer und früheren Landrat Bernward Löwenberg sowie die Tätigkeit des Vereins zur Förderung einer Kunstsammlung Main-Taunus.
In einem Interview beschreibt Löwenberg, wie die Idee entstand, im damals neuen Landratsamt Kunstwerke zu integrieren. So wurden alle Räume mit Galerie-Leisten ausgestattet: Jeder Mitarbeiter konnte ein eigenes Kunstwerk auswählen, um seinen Arbeitsplatz individuell zu gestalten. Gleichzeitig ist der neue Band ein Katalog, der einen Einblick in die Kunstsammlung von 1985 bis 2025 schafft und weitere Aspekte wie Kunst am Bau rund um das Landratsamt betrachtet. Ein Kapitel ist den Außenskulpturen gewidmet: Der himmelwärts strebende „Facettenreiter“ von Klaus Duschat aus Edelstahl und Beton ist ebenso aufgeführt wie die „Große Liegende“, eine weibliche Bronze-Skulptur, von Wanda Pratschke.
Burg Eppstein ist in der Sammlung und im Katalog prominent vertreten mit einem knapp 4 Meter breiten und 1,20 Meter hohen dreiteiligen Acrylgemälde der Hochheimer Künstlerin Claudia Poeschmann. Als Eppsteiner Künstler wurde im neuen Katalog der 2013 verstorbene Peter Lörincz mit seiner selbstironischen Radierung „Drucksache“ von 1984 aufgenommen
Der Hofheimer Gruppe sind zwei Kapitel gewidmet, ein weiteres Kapitel den zwischen 2020 bis 2025 neu aufgenommenen Künstlern. Zu Ihnen zählen der Kelkheimer Künstler Yuriy Ivashkevichs mit seinen flirrenden Landschaftsbildern in Öl aus der Serie „Der Weg zum Horizont“, Mirta Domacinovics mit ihrer impressionistisch mit Öl auf Nessel gemalten Momentaufnahme in einem lichtdurchfluteten Restaurant, Pilar Colinos Stilleben im Siebdruckverfahren, die „Räume, die keine sind“, zeigen und Barbara Schmidts geheimnisvoll wirkende fotografische Stillleben mit Schmetterlingen und abstrakten Kompositionen.bpa

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