Dennoch waren sie vom Zuspruch überrascht und mussten weitere Stühle holen, damit alle 50 Zuhörer im Gemeindezentrum am Honigbaum sitzen konnten. Am Ende war nicht nur Kristine Zabel vom KKE begeistert und lobte: „Das Thema ,Gleiche Bezahlung für alle‘ wurde toll aufgegriffen.“ Im Publikum saßen etliche Frauen, die wie Zabel noch aus eigener Erfahrung wussten, dass Frauen bis in die 1970er Jahre hinein eine Erlaubnis ihrer Männer vorzeigen, wenn sie arbeiten gehen wollten. Bei der Bezahlung wurden Männer damals ohnehin bevorteilt.
Autorin Deike Wichmann, die mit Ehemann Christian Heinz in Niederjosbach wohnt, berichtete von ihren Recherchen für das Buch. Sie habe dafür mit dem Sohn einer ihrer Protagonistinnen, der Spanierin Carmen, telefoniert. Er lebt heute in Spanien, erinnerte sich aber noch an etliche Details, zum Beispiel, an welcher Würstchenbude die Frauen sich nach der Arbeit getroffen haben. Von den Duisburger Schimanski-Krimis aus dieser Zeit habe sie die Kneipen-Atmosphäre abgeschaut und nach der Einweihung eines öffentlichen Platzes in Gelsenkirchen zum Gedenken an die Heinze-Frauen habe sie mit Hilfe der Stadtverwaltung weitere Kontakte geknüpft.
Auf die Frage, wann sie ihr drittes Buch schreiben wolle, gab Deike Wichmann nur vage Antwort: Sie habe bereits eine Idee, aber noch nichts recherchiert. jp/bpa

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