Sponsorenlauf im Stadtwald für einen guten Zweck

Nach dem Massenstart zum Sponsorenlauf trennte sich das Läuferfeld schnell in Einzelläufer, Lauf-Teams und Gruppen, die die Strecke eher gemütlich angingen, auf. Foto: bpa

Nach dem Massenstart zum Sponsorenlauf trennte sich das Läuferfeld schnell in Einzelläufer, Lauf-Teams und Gruppen, die die Strecke eher gemütlich angingen, auf. Foto: bpa

Bei schönstem Spätsommerwetter gingen am vergangenen Freitag mehrere hundert Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule an den Start zum Sponsorenlauf.

Wie schon in den vergangenen Jahren führte die rund drei Kilometer lange Strecke mitten durch den Stadtwald, zunächst in einer leichten Steigung und nach halber Runde bergab Richtung Zieleinlauf, wo die Jungen und Mädchen für jeden gelaufenen Kilometer einen Stempel erhielten. Zwischen ein und zwei Euro pro Kilometer geben die Sponsoren in der Regel. Mindestens dreimal, so die Vorgabe, sollte die Strecke in der vorgegebenen Zeit von drei Stunden bewältigt werden. Bis zu zehn Runden seien in dieser Zeit zu schaffe, heißt es auf der Homepage. Maximal sechs Runden à drei Kilometer, also insgesamt 18 Kilometer werden berechnet. Das sei auch ihr Ziel, sagten die Neuntklässlerinnen Romy und Milla auf dem Weg zum Start.

Tatsächlich ging jeder die Strecke nach dem Startsignal in seinem Tempo an, einige spurteten sofort los, andere machten sich gemächlich mit Freund oder Freundin quatschend auf den Weg, einige, wie Benjamin und Marcel aus der R10b, gingen aus gesundheitlichen Gründen nicht offiziell an den Start, halfen dafür entlang der Strecke. Schon nach elf Minuten lief Achtklässler Darian als erster Läufer durchs Ziel und machte sich direkt auf zur zweiten Runde, angefeuert von Lehrerin Rebecca Pauly, eine der Organisatorinnen des Sponsorenlaufs.

Auf ihre Anregung laufen die Eppsteiner Kinder dieses Jahr für andere Kinder: Ein Drittel der eingeworbenen Sponsorengelder geht an das Bethanien Kinderdorf in Eltville. Seit Jahren begleite sie als Betreuerin die Kinder, die dort leben, auf ihren Ferienfreizeitfahrten, erzählte Pauly am Rand des Rennens. Dabei beobachtete sie, dass es dort oft an Geld fehlt, damit alle Kinder mitfahren können. „Das wollen wir mit unserer Spende ändern“, sagte Pauly. Außerdem könne sie durch ihr Engagement garantieren, dass das Geld tatsächlich gezielt den Kindern im Bethanien Kinderdorf zugute komme. Ein Drittel ist für den Förderverein der Schule und seine Projekte bestimmt, das letzte Drittel für die Klassenkassen.

Sportliche Herausforderung und Gemeinschaftserlebnis

Zwischen Zieleinlauf und Startbogen reichten Lehrerin Angelika Tewes mit ihren Helfern den Läufern Wasser und klein geschnittene Bananen – „fair trade“, betonte sie, wie es der Status als Fairtrade-Schule erfordere. Eine zweite Versorgungsstation gab es auf halber Strecke.

Direkt am Start standen die beiden Schüler-Reporter Savelii Osipov und Lino Glass mit Kamera und Handy, um einige Schnappschüsse und kurze Interviews aufzunehmen. Ihr Beitrag, so die beiden Nachwuchs-Reporter, werde auf der Schulhomepage veröffentlicht. Einige Eindrücke vom Lauf schickten sie der Eppsteiner Zeitung vorab: „Viele Schülerinnen und Schüler liefen gemeinsam mit Freunden oder in kleinen Gruppen. Dadurch wurde der Lauf nicht nur zu einer sportlichen Herausforderung, sondern auch zu einem gemeinsamen Erlebnis“, fasste Savelii seine Eindrücke zusammen.

Dann gab es auch einige, beobachteten Savelii und Lino, „die versuchten, die Strecke abzukürzen. Wenn sie dabei von einer Lehrkraft erwischt wurden, bekamen sie für diese Runde keinen Stempel.“ Gelungen sei das nur wenigen, betonte Pauly, denn entlang der Strecke, insbesondere dort, wo Abkürzungen abzweigten, wurde kontrolliert.

Die Gesamtsumme der auf den Spendenkarten gestempelten Runden war bis Redaktionsschluss noch nicht ausgezählt. Aber schon bei der ersten Übersicht zeigte sich, dass in den siebten und achten Klassen besonders gute Ergebnisse erzielt wurden. Mindestens fünf oder sechs Schüler aus diesen beiden Jahrgängen haben zehn Runden absolviert, also 30 Kilometer in drei Stunden. „Eine tolle Leistung“, lobte Pauly. bpa

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