„Karizma“ spielt für die Musikschule

Die Band „Karizma“ auf einem Foto von ihrer CD von 2012. Foto: privat

Seit über 30 Jahren machen die acht Musiker der Band „Karizma“ gemeinsam Musik, allerdings ist es in den vergangenen Jahren ruhiger um die Band geworden.

„Doch bei allem Wandel sei der Wunsch, Musik zu machen, beständig – wenn auch nie professionell, so doch stets passioniert“, schreibt die Band über ihre Arbeit. Zuletzt traten die Weltmusiker, die aus Eppstein, Hofheim und Niedernhausen kommen, meistens privat auf.

Doch nun packen sie ihr Equipment am Samstag, 13. April, für ein Konzert zugunsten der Musikschule aus. Es beginnt um 17 Uhr im Saal im Musikschulhaus, Am Herrngarten 12. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Arbeit der Musikschule wird gebeten.

Bei der Auswahl der Musiktitel bringt die Gruppe die ganze Bandbreite unterschiedlicher Einflüsse aus fast drei Jahrzehnten gemeinsamen Musizierens mit. Die acht Musiker orientieren sich dabei an vielen europäischen und orientalischen Ländern und Ethnien. So spielt Sänger Reinhard George-Bergen neben Gitarre auch die Bodhran, eine Rahmentrommel, die für irische und schottische Musik typisch ist, und Percussionist Kenan Bal das türkische Saiteninstrument Saz.

Die erstaunliche Vielfalt an akustischen Instrumenten ermöglicht die große Bandbreite der Stile und des Repertoires: Die Band spielt orientalisch-türkische Melodien, aber auch irische Weisen, traditionelle Klezmer-Musik, Balkanmusik, in Folkmanier neu arrangierte Popsongs, etliche Coverlieder der Berliner Band „17 Hippies“ und Eigenkompositionen.

Auf das Trio George-Bergen, Sängerin Conny Cychy, die neben Gitarre auch Akkordeon spielt, und ihren Mann Gerhard Seitz-Cychy (Percussion) geht die Band zurück: Die drei kennen sich aus Studienzeiten und machen seit rund 50 Jahren gemeinsam Musik. „Damals spielten wir noch in der WG in Ruppertshain“, erinnert sich Seitz-Cychy. Später, nachdem Eppstein der Lebensmittelpunkt der drei wurde, kamen neben Bal Bassist Peter Müller, Monika Bacher am Keyboard, Detlef Mix und seine Geige sowie Sabine Zekorn-Löffler mit Querflöte und verschiedenen Saxophonen hinzu.

Inzwischen sind die Musiker zwischen 60 und 70 Jahre alt, treffen sich aber immer noch zu wöchentlichen Proben. Nur mit Auftritten halten sie sich zurück. „Bei so vielen Rentnern ist es schwierig, gemeinsame Termine zu finden“, sagt Seitz-Cychy lachend. Hinzu komme der Aufbau und der Soundcheck,der bei so vielen akustischen Instrumenten extrem aufwendig sei, „zumal wir keinen Profi dafür haben, sondern alle Mikros selbst abstimmen“ führt Seitz-Cychy aus. Er hofft, dass sich der Aufwand lohnt und viele Eppsteinerinnen und Eppsteiner sich am 13. April von ihrer Musik in andere Welten entführen lassen. bpa

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