Im Mittelpunkt steht das Roederstein-Haus in Hofheim. Das Gebäude ist ein bedeutendes Denkmal der deutschen Frauen- und Kunstgeschichte. Erbaut wurde es von der Malerin Ottilie W. Roederstein und ihrer Lebensgefährtin, der Gynäkologin Elisabeth H. Winterhalter, zwei Frauen, die um 1900 ein für die damalige Zeit ungewöhnlich selbstbestimmtes und emanzipiertes Leben führten.
Der heutige Bewohner des Hauses, Professor Mark Wahrenburg beleuchtet in seinem Impulsreferat das Spannungsfeld, in dem sich Denkmaleigentümer heute bewegen: Zum Beispiel, die strengen Anforderungen des Denkmalschutzes auf der einen Seite und die drängenden Klimaschutzziele und modernen Wohnbedürfnisse einer Familie auf der anderen. Auch die Kostenrisiken und die zermürbenden Zeitanforderungen bürokratischer Genehmigungsverfahren sind ein Thema des Referats und natürlich auch der ethisch-historische Aspekt über den Wert an sich, in einem Denkmal zu leben.
Die Veranstaltung lädt zu einem kritischen Gedankenaustausch über Bedeutung von Geschichte in den eigenen vier Wänden ein.
Veranstalter ist der Bürgerverein Demokratieort Paulskirche. Der Eintritt an der Abendkasse beträgt 12, im Vorverkauf 10 Euro. Weitere Informationen auf: www.vbv-hofheim.de

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