Sie überraschten das älteste Gründungsmitglied der Schauspieltruppe mit einem Geburtstagsständchen.
Schauspielchefin Juliane Rödl hatte den Aufruf gestartet: „Wir möchten Gerda zujubeln und ihr ein Geburtstagslied schmettern.“ Die Überraschung gelang.
Rödl erinnerte an die zahlreichen Verdienste von Gerda Bimmel: Als Kräuterfrau „Kamillensophie“ stand sie 1968 in Ludwig Löbers Historienspiel „Die Stadterhebung“ zum ersten Mal auf der Burgbühne. Ihr damaliger Text „ein Wetterchen is‘ des heut‘. da wird sogar die schwangere Lerche froh!“ wurde für viele Jahre ihr Markenzeichen.
Nach der Karriere auf der Bühne wechselte Gerda Bimmel in die Requisite und in die Regie. Sie half dabei, das Weihnachtsmärchen zu inszenieren und hatte als gelernte Dekorateurin einen Blick für die passenden Möbelstücke und Accessoires, die vor dem Naturmauerwerk der Burgbühne besonders gut zur Geltung kamen. „Manchmal stand nicht nur Gerda auf der Bühne, sondern auch ein Großteil ihres Hausstandes musste für die Stücke herhalten“, erinnert sich Juliane Rödl.
Bis vor einigen Jahren hatte Gerda Bimmel Schlüsselgewalt über den Kostümfundus der Burgschauspieler und kümmerte sich zusammen mit einigen anderen Frauen darum. „Sie nannten sich selbst die „Kellermäuse“, weil die Kostüme im Rathauskeller untergebracht sind. Seit einigen Jahren hat sie sich zurückgezogen, weil mit zunehmendem Alter die Kräfte schwinden. bpa

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