Für Lebensretter: Sieben neue AED-Standorte

Beate Stieler und Christoph Pellengahr sind die Initiatoren des neuen AED Am Verlagshaus der EZ und nehmen es mit Rainer Hartje, Rouven Höfer und DRK-Chef Stephan Racky und seinem Team (v.re.) offiziell in Betrieb. Foto: Beate Schuchard-Palmert

Beate Stieler und Christoph Pellengahr sind die Initiatoren des neuen AED Am Verlagshaus der EZ und nehmen es mit Rainer Hartje, Rouven Höfer und DRK-Chef Stephan Racky und seinem Team (v.re.) offiziell in Betrieb. Foto: Beate Schuchard-Palmert

Die Versorgung mit öffentlich zugänglichen Defibrillatoren im Main-Taunus-Kreis verbessert sich stetig und das Projektteam der „Region der Lebensretter: Main-Taunus-Kreis“ zieht eine positive Zwischenbilanz: Immer mehr „Automatisierte Externe Defibrillatoren“

(AED) stehen rund um die Uhr zur Verfügung. „Zuletzt wurden in allen Eppsteiner Stadtteilen sowie in Diedenbergen, Kriftel und Eddersheim weitere Geräte installiert“, berichtet der DRK-Kreisverband Main-Taunus.

In Eppstein unterstützten die Stadt, die Feuerwehren, der Lions Club und private Sponsoren die Installation der neuen Geräte samt Gehäuse in allen Stadtteilen.

Allein in der Kernstadt von Eppstein gibt es inzwischen drei Standorte, am Bahnhof, am Gebäude der Eppsteiner Zeitung am Gottfriedplatz und an der DRK-Niederlassung In der Müllerwies. Ein vierter auf der Burg soll im Frühjahr installiert werden. Je zwei AED sind entlang der Hauptstraße, Höhe Rathaus und Taunussparkasse, in Vockenhausen und in Bremthal am Alten Rathaus und am Emmaus-Gemeindezentrum installiert und je einer in Ehlhalten, Dattenbachhalle, und in Niederjosbach an der alten Verwaltungsstelle.

In Alt-Eppstein hatte sich Beate Stieler, stellvertretende Vorsitzende des örtlichen DRK und Mitglied im Kirchenvorstand der Talkirchengemeinde, für den zentralen Standort am Gottfriedplatz stark gemacht. Am Ende fiel die Wahl für den endgültigen Platz auf eine Seitenwand des Verlagshauses der Eppsteiner Zeitung, dem historischen Alten Rathaus Eppsteins. Der Standort dort sei wegen der schattigen Lage optimal, erläuterte Eppsteins DRK-Vorsitzender Stephan Racky, der am Rande des Wochenmarktes erklärte, wie der externe Defibrillator funktioniert. Eingeladen zu diesem Treffen hatte der Lions Club, der diesen AED finanziert hat – „Aus den Einnahmen des Adventskalenderverkaufs“, betonte Lions Sprecherin Christine Baldt.

Für die Idee geworben hatte Beate Stieler bei Lions Repräsentant Christoph Pellengahr, der sofort begeistert war. Zusammen mit Lions-Präsident Rouven Höver und Rainer Hartje ließ er sich am Freitag am Rand des Wochenmarkts das Gerät erklären, das mit zwei Elektroden arbeitet, die mit Klebeflächen am Brustkorb anhaften. Im Notfall könne jeder Laie das Gerät bedienen, wenn er den Anweisungen der Computerstimme aus dem Gerät folgt. Über die neue Lebensretter-App werden ausgebildete Ersthelfer alarmiert, die möglichst innerhalb weniger Minuten eintreffen, um die Zeit zu überbrücken, bis ein Rettungswagen eintrifft. Der genaue Standort eines AED kann über die sogenannte „Defimap“ auf der Internetseite regionderlebensretter.de bestimmt werden.

Christian Schmidt vom Bauamt der Stadt organisierte die Stromzufuhr und die Montage an den sieben Eppsteiner Standorten. Diese AED sind alle öffentlich zugänglich. Das ist nicht selbstverständlich, wie der DRK-Kreisverband verdeutlicht: Von den aktuell 93 auf der Defimap registrierten AED im Kreisgebiet sind nur 36 rund um die Uhr zugänglich.

Rund 3300 Euro kostet ein Defibrillator, erläuterte Stephan Racky, weitere 400 Euro die Montage und der Wartungsvertrag für die nächsten fünf Jahre. Diese Kosten übernimmt das DRK. Für rund 10 000 Euro werden noch Sponsoren gesucht, um das Projekt möglichst kostenneutral umzusetzen. Er hatte einen mobilen Defibrillator dabei, um zu demonstrieren, dass dieser seit rund 25 Jahren im Mannschaftswagen des DRK Dienst tue, einige Male im Einsatz war und noch immer voll funktionsfähig sei.bpa

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