„Doch der Wettergott hatte wieder mal ein Einsehen und wollte den Kindern diesen Tag nicht vermiesen“, freute sich Ulrike Jungels-Litzius, die Vereinsvorsitzende. Am Samstagmittag kam der blaue Himmel zum Vorschein und strahlte bis zum Ende der Veranstaltung. Pünktlich um 14 Uhr trafen die ersten Schnitzwütigen im Hof der Familie Kilb in der Eppsteiner Straße ein, um die größten und schönsten Dickworz zu ergattern, die Bernd Bank bei Bauer Nix besorgt hatte. Dann legten sie los.
Zuerst wurde oben ein Stück vom Kopf abgeschnitten, dann auch unten etwas abgesägt, damit das Teil stehen und man es gut aushöhlen konnte. Auch der Deckel vom Kopf wurde ausgehöhlt und ein oder mehrere Löcher hinein gemacht, damit der Rauch der Kerze, die später dort hineingestellt wird, abziehen kann. Da die Rübe fester ist als ein Kürbis, wird das Innere mit Messer oder einem Apfelausstecher gelockert, um die Rübe besser aushöhlen zu können. Mütter und Väter halfen kräftig mit, damit nichts kaputt geht. Das klappte nicht bei allen. Eine Rübe hatte einen zu dünnen Rand, der dann durchbrach. Aber Übung macht den Meister. Aufgeben war nicht drin. Sofort wurde es erneut probiert und klappte dann hervorragend. Ob Sternen- oder Herzaugen, Zackenmund, rund oder oval, manche machten ein Kreuz, ein Viereck oder einen Kreis hinein und so sah jeder Dickworz wieder einzigartig aus.
Wie jedes Jahr war Stephan Racky vom Deutschen Roten Kreuz dabei, damit eine eventuelle Verletzung schnell versorgt werden könnte. In den vielen Jahren war das nur zweimal für minimale Schnittwunden nötig geworden. Den Krankenwagen konnten die Kinder von innen bestaunen und bekamen viele Informationen dazu. „Dieses Jahr waren zwar weniger Kinder als in den Vorjahren da, die hatten aber alle großen Spaß“, so Jungels-Litzius.
Im nächsten Jahr feiert der Verein sein 20-jähriges Bestehen und freut sich wieder auf diese Aktion. Demnächst findet ein Stammtisch statt. Am Freitag, 13. November, ab 18.30 Uhr, sind Tische im „Kastanienhof“ reserviert. Wer Lust hat, den Verein kennenzulernen, ist eingeladen, dazu zu kommen. „Dafür muss man nicht Mitglied im Verein sein, kann es natürlich aber gerne werden“, so Jungels-Litzius.EZ


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