Sie brachte die Lieder mit, unter anderem die Klassiker „We shall overcome“ oder „Sag mir wo die Blumen sind.“ Zu dem Kanon „Der Himmel geht über allen auf“ stiegen 99 bunte Luftballons in den blauen Nachthimmel. Doch anders als in Nenas Lied aus den Achtzigern, in dem die Ballons einen Krieg auslösen, sollten sie diesmal ein Zeichen dafür sein, dass es viele Menschen gibt, die sich nach Frieden und Abrüstung sehnen. Zwischen den Liedern wurden Zitate über den Frieden von prominenten Persönlichkeiten verlesen – vom griechischen Historiker Herodot 490 v. Chr. bis zu John F. Kennedy aus dem Jahr 1963.
Die Idee zu dieser Aktion entstand in der Emmausgemeinde, nachdem Prädikant Peter Glade in einer Predigt die Gottesdienstbesucher dazu aufforderte, als Christen aus ihrer Komfortzone herauszukommen und nicht nur hinter Kirchenmauern, sondern auch in der Öffentlichkeit sich zu ihren Werten zu bekennen. Darauf sammelten die Mitglieder der Gemeinde Ideen für entsprechende Projekte. Ein kleiner Baum wurde in der Kirche aufgestellt, an dem bald viele bunte „Ideenblüten“ hingen – vom Vorschlag, sich mit anderen Glaubensgemeinschaften zu vernetzen bis hin zu Formen der Begegnung wie Erzählcafés. Gemeinsam mit dem Kirchenvorstand entschieden die Gemeindemitglieder, mit der Aktion „Singen für den Frieden“ zu beginnen.
Unterstützt wurden sie von Chorleiter Ulrich Diehl, der die Sänger am Piano begleitete, und seinen beiden Chören „20vor8Chorisma“ und „Melomanie“. Pfarrerin Yvonne Heinrich sprach mit einem Gebet von Theresa von Avila den Segen am Schluss. „Wer singt, betet doppelt“, soll Augustinus gesagt haben. Für alle Beteiligten war es ein bewegendes Ereignis. kk

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