Home | Eppstein

Rekordwerte beim Wasserverbrauch

Das Trinkwasser wird knapp, so titelten in den vergangenen Tagen viele Medien. In ganz Deutschland warten die Menschen auf Regen. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach spricht von historischen Dimensionen.

Eine so lange Trockenheit mit so dauerhaft hohen Temperaturen habe es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 noch nicht gegeben. In Eppsteins Nachbarorten Eppenhain und Ruppertshain musste die Feuerwehr am Montag Notleitungen verlegen, weil die örtlichen Brunnen nicht mehr genug Wasser liefern.

In Eppstein sei die Trinkwasser- und Löschwasserversorgung gesichert, versichert Bürgermeister Alexander Simon. Die Brunnen sind gefüllt. Auch der Wasserbeschaffungsverband, der etwa ein Drittel des Eppsteiner Bedarfs deckt, signalisiert, es sei genügend Wasser da. Allerdings ist die Hauptwasserleitung, die den gesamten Ballungsraum versorgt am Limit ihrer Kapazität. Deshalb kann es auch in Eppstein zu Engpässen kommen: Nicht, weil das Trinkwasser grundsätzlich knapp sei, sondern weil die Eppsteiner wegen der Hitze außergewöhnlich viel Trinkwasser benötigen und das bevorzugt in den Abendstunden zwischen 18 und 24 Uhr, sagt der bei der Stadt für die Wasserversorgung zuständige Ernst-Ludwig Abel.

Normalerweise verbrauchen die Eppsteiner am Tag knapp 1600 Kubikmeter Trinkwasser, in der vergangenen Woche stieg der Verbrauch auf Spitzenwerte von über 2400 Kubikmeter. Der Wasserverbrauch im Juli liegt um knapp 25 Prozent über dem im Vergleichsmonat 2017. Die acht Hochbehälter der Stadt fassen zusammen 5140 Kubikmeter. Davon bleibt ein Drittel als Löschwasserreserve im Behälter.

Der hohe Verbrauch innerhalb kurzer Zeit führte dazu, dass in einigen Hochbehältern insbesondere in Bremthal, Niederjosbach und Vockenhausen das Wasser nicht schnell genug nachlaufen kann. Für Wassermeister Harald Mager und sein Team bedeutet das Überstunden, weil sie die sonst elektronisch geregelte Wasserzufuhr in die Hochbehälter individuell steuern müssen. Außerdem wird Wasser vom größten Speicher am Heinzberg in Alt-Eppstein über einen Schieber in die Vockenhäuser Hauptstraße umgeleitet.

Um die lebenswichtige Ressource zu schonen, bittet die Stadt, die Wasserentnahme in den Abendstunden einzuschränken und sparsam damit umzugehen. Verbote wie in Kelkheim, den Rasen zu bewässern, den Pool zu füllen oder das Auto zu waschen, gibt es nicht.

Laut mittelfristiger Wetterprognose ist noch kein Ende der Durststrecke in Sicht. Selbst wenn es in den nächsten Tagen regnen sollte, „bringen ein oder zwei Regentage noch lange keine Entspannung“, sagt Abel. bpa

Noch keine Bewertungen vorhanden

Neueste Kommentare

Von Ritterschlag und Gaukelei
3 Tage 12 Stunden
Wolfgang Kupfer hat nicht nur eine Meise
6 Wochen 3 Tage
Vier Eppsteiner Erzbischöfe und ihr Ringen um …
8 Wochen 3 Tage
Vier Eppsteiner Erzbischöfe und ihr Ringen um …
10 Wochen 3 Tage
Hochzeitskulisse wird zur ständigen Heimat
17 Wochen 4 Stunden
X
Sichere Anmeldung

Diese Anmeldung ist mit SSL Verschlüsselung gesichert