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Oldtimer der Klassik Tour posieren vor der Altstadtkulisse

Oldtimer beim Defilé vor dem Verlagshaus der Eppsteiner Zeitung . Foto: Beate Palmert-Adorff

Zwischen 10.30 Uhr und 12 Uhr gehörte Eppsteins Altstadt den gut 100 Oldtimern, die sich bei der Klassik Tour Kronberg am Gottfried- und Wernerplatz aufstellten, um sich auf eine Sonderwertung vorzubereiten.

Nach der Zeitabnahme mussten sie möglichst pünktlich innerhalb von zweieinhalb Minuten die steile Rossertstraße hinauf und am zweiten Zeitabnahmepunkt Am Bienroth vorbeifahren. In der Altstadt blieb genug Zeit für Neugierige, die schmucken Oldtimer unter die Lupe zu nehmen. Trotz des frühen Freitagvormittags säumten Schaulustige die Straßen und winkten den Fahrern zu.

Moderator Bernd Schultz kannte jedes Modell und auch die dazu gehörigen Fahrerinnen und Fahrer und gab auch Auskunft über die Rallye selbst. 2014 wurde sie von den Brüdern Klaus und Andreas Flettner ins Leben gerufen und zieht seitdem historische Fahrzeuge und Teilnehmer aus ganz Deutschland an. Über 150 Anmeldungen habe es für die Tour gegeben, sagte Schultz, gut 100 Oldtimer können jedes Jahr mitfahren.

Das älteste Fahrzeug, ein Ford GPW von 1943, hatte das Privileg, die Rallye mit der Startnummer 1 zu beginnen. Wie Silke Wedekind aus Frankfurt machten sich viele Beifahrer mit der Stoppuhr in der Hand neben dem ältesten Haus im Main-Taunus-Kreis, dem Pflasterschisser, bereit für die Bergwertung. Wedekind genoss die Fahrt im offenen Triumph TR3A von 1958 mit der Startnummer 13 und war zuversichtlich: „Wir kennen den Taunus gut und werden die Aufgaben bewältigen.“

Sonderapplaus gab es für den einzigen Eppsteiner unter den Teilnehmern: Mundschenk Ramon Olivella fuhr unter der Startnummer 50 mit einem Volvo 1800 von 1970 vor, einem Modell, das als Fahrzeug von Roger Moore in der TV-Serie Simon Templar Filmgeschichte geschrieben hat. Die Rallye-Teilnahme war ein Geburtstagsgeschenk verriet der Eppsteiner Weinhändler. An seiner Seite saß Tochter Julia Falk als Partnerin bei den Rallye-Aufgaben. Die beiden genossen die Zwei-Tages-Tour durch den Taunus. Olivella war von der schönen Route begeistert: „Wir haben völlig neue Wegeverbindungen und Aussichtspunkte entdeckt.“

Am Stand der TSG brutzelten schon am Vormittag Bratwürste, um die Mittagszeit war Chili im Brotteig begehrt. „Wir wollten uns mit unserem Stand als dauerhaften Partner empfehlen“, sagte TSG-Mitglied Dieter Hoffmann. Weil das Radrennen zum 1. Mai unter dem neuen Veranstalter wohl auch künftig nicht mehr durch Eppstein führen wird, fällt voraussichtlich eine Veranstaltung für Eppsteins größten Verein dauerhaft weg.

„Wenn statt der Radfahrer künftig die Oldtimer durch unser Städtchen rollen würden, wäre das eine schöne Alternative“, ist Hoffmann überzeugt. Dieser Meinung waren auch Manfred und Regine Teppe aus Bremthal: „Endlich ist mal was los im Städtchen“, freuten sich die beiden über den Anblick der chromblitzenden Fahrzeuge.

Der 76-jährige Siegfried Ickstadt aus Bremthal hatte zwar keine Ambitionen mehr, die ganze Tour mitzufahren, holte aber zur Feier des Tages seinen steingrauen Opel Kapitän von 1962 aus der Garage und parkte ihn gut sichtbar am Straßenrand. Die Rallye genoss er von einem Campingstuhl aus, den er vor die Talkirche gestellt hatte. Seinen Opel Kapitän hat er seit gut 20 Jahren, außerdem gehöre ihm ein Blücher-Motorrad von 1939. bpa

 

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