Demnach darf sie in Abwassersystemen nur noch Giftköder in geschützten Stationen verwenden, um jeglichen Kontakt zwischen Köder und Wasser zu verhindern. Dauerhaftes oder präventives Auslegen von Ködern ist seit der Neuregelung verboten.Die Stadt muss vor Auslegen der Rattengiftköder den Befall ermitteln. Dazu werden zunächst giftfreie Testköder ausgelegt. Zunehmend werde auch digitales Monitoring angewendet, zum Beispiel durch ferngesteuerte Überwachungssysteme oder mit Sensoren ausgestattete Fallen. Für Eppstein haben eigens dafür nach Gefahrstoffverordnung ausgebildete Schädlingsbekämpfer 40 geeignete Stellen für das Aufstellen von Köderstationen ausgesucht. Die Kosten für den gesamten Aufwand betragen 7850 Euro. Bürgermeister Alexander Simon führt die Maßnahme als ein Beispiel für exorbitant gestiegene Kosten an: „Früher haben wir einige hundert Euro für die Rattenbekämpfung im Kanalnetz ausgegeben, zuletzt waren es knapp 6000 Euro. Mit den Auflagen durch die neue EU-Verordnung steigen die Kosten noch einmal deutlich an.“

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