Fußball und Kochen sind Kaldirims Hobbys

Emilia Pflüger, Engin Kaldirim und Amy Mahlow – das neue Team der städtischen Jugendarbeit vor dem Relikt eines Ferien-Manga-Malkurses.Foto: bpa

Emilia Pflüger, Engin Kaldirim und Amy Mahlow – das neue Team der städtischen Jugendarbeit vor dem Relikt eines Ferien-Manga-Malkurses.Foto: bpa

Seit September sind sie zu dritt in der Jugendarbeit: Engin Kaldirim als mobiler Jugendberater und die beiden Werkstudentinnen Amy Mahlow und Emilia Pflüger mit jeweils 15 Stunden für aufsuchende Jugendarbeit, Ferienbetreuung und das offene Angebot jeden Mittwochnachmittag im Jugendraum in Bremthal.

Der offene Treff habe sich in den vergangenen zwei Jahren gut etabliert, sagt Amtsleiter Stephan Euler. Bis zu 20 Jugendliche seien regelmäßig dort anzutreffen. „Manche wollen nur chillen, andere etwas basteln oder spielen“, sagt Emilia Pflüger. Sie biete oft Spielerunden an: Billard, Tischkicker oder Brettspiele. „Dabei lernt man die anderen gut kennen“, sagt sie. Amy Mahlow ist kreativ und bastelt gern.

Obwohl Amy Mahlow wegen ihres Studiums der Sozialen Arbeit nur noch bis Ende des Jahres da ist, hofft Euler, dass mit Kaldirim Beständigkeit in die Jugendarbeit kommt, bewährte Angebote wieder aufgenommen werden und neue hinzukommen. Am Bike-Park in Vockenhausen sei sie neulich von Jugendlichen angesprochen worden, die dort offensichtlich regelmäßig fahren, berichtet Emilia Pflüger, die fürs Lehramt an Grundschulen studiert. Die Jungs zeigten ihr Schlaglöcher und fragten, ob die Stadt die auffüllen könne. Die Pop-Up-Angebote in den Stadtteilen wollen die drei wieder anbieten und bis zum März einmal im Monat Nightsport in der Bienroth-Halle.

Vor allem aber will Kaldirim die Jugendlichen dort aufsuchen, wo sie sich in ihrer Freizeit aufhalten. Bis zu den Herbstferien habe das auch gut funktioniert: An beliebten Plätzen, etwa in der Müllerwies, in Vockenhausen beim Getränkemarkt, Basketballplatz und an der Embsmühle. Der erste Pop Up-Stand seit Monaten in Ehlhalten sei mit einem Dutzend Jugendlichen sehr gut besucht gewesen. Auch in den anderen Stadtteilen war Kaldirim schon auf Tour, stellte aber fest: Sobald es wieder früher dunkel wird, sind die Jugendlichen nachmittags kaum noch draußen.

Engin Kaldirim ist schon seit zwei Jahren Sozialarbeiter in Eppstein. Er betreut Flüchtlingsfamilien in den Notunterkünften. Nun wurde seine Stelle beim Träger JJ aufgestockt mit einer weiteren halben Stelle für die Jugendarbeit der Stadt. Kaldirim ist 50 Jahre alt, hat in seiner Heimat, der Türkei, Soziologie studiert, arbeitete als Berater und Soziologe und kam 2019 nach Deutschland. Er lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Kriftel.

Er kann sich gut vorstellen, seine Hobbies, Fußballspielen und Kochen, mit den Jugendlichen zu teilen. Einige kennen ihn und seine Frau schon vom internationalen Kochen bei verschiedenen Ferienaktionen. bpa

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