151 Erstklässler eingeschult

Gespannt warten die neuen Erstklässler der Burg-Schule auf ihre Einschulung.Foto: bpa

Zum dritten Mal war die Burg-Schule mit der Einschulungsfeier ihrer Erstklässler zu Gast in der Sporthalle der Freiherr-vom-Stein-Schule.

„Zweimal wegen der Corona-Pandemie und dieses Jahr, weil unsere Turnhalle saniert wird“, erläuterte Rektor Clemens Remsperger in seiner Ansprache die Verlegung in die benachbarte Gesamtschule. Er begrüßte 79 Jungen und Mädchen, die in vier neue erste Klassen eingeteilt wurden, der zweite vierzügige Jahrgang in Folge. Eigentlich ist die Burg-Schule dreizügig ausgelegt. „14 Klassen und eine Intensivklasse für nicht deutschsprachige Kinder, das stellt uns allmählich vor Raumprobleme“, verriet Remsperger im Gespräch mit der Eppsteiner Zeitung. Werk- und Kunsträume wurden bereits zu Klassenräumen umfunktioniert, Kunstunterricht wird im Flur erteilt.

Dennoch ist er zuversichtlich: Die neuen Klassen sind klein, das Kollegium ist mit über 20 Lehrern gut besetzt, auch Fachlehrer für Sport, Musik, Kunst und Förderunterricht seien darunter. Noch im Herbst beginnen die Vorbereitungen fürs nächste Zirkusprojekt. Der Förderverein organisiert es alle vier Jahre mit Hilfe der Eltern, damit jedes Kind einmal während seiner Grundschulzeit als Zirkusstar auftreten darf. Bei der Einschulungsfeier hatten die zweiten und dritten Klassen schon einen großen Auftritt: Unter der Leitung von Musiklehrerin Renate Palm sangen sie ein Lied vom „Zusammensein“ – denn darauf, betonte Remsperger, komme es in der Schule und im Leben an. Sabine Gieshoff hatte mit ihrer zweiten Klasse einen Tanz zum Lied „Wir sind Superhelden“ einstudiert.

Wie zu erwarten, wurden die neuen Erstklässler von Eltern, Geschwistern und Großeltern begleitet – „im Schnitt bis zu vier Personen“, berichtete Remsperger. Deshalb feierte die Burg-Schule die Einschulung in zwei Etappen und begrüßte jeweils zwei Klassen. Um den Alltag der Gesamtschule nicht zu stören, wurde die Einschulung auf den frühen Nachmittag verlegt – „für viele ein wenig ungewöhnlich“, räumte Remsperger ein. Und dennoch kam der ein oder andere Neuling noch zu spät.

In der Comenius-Schule begrüßte Rektorin Ines Völler 72 neue Schülerinnen und Schüler in drei neuen ersten Klassen. Zum ersten Mal seit drei Jahren feierten alle Erstklässler und ihre Angehörigen wieder gemeinsam in der Comenius-Halle – „das war richtig schön“, sagte die Rektorin begeistert. Die Kinder der 4a nahmen in ihrem Sketch die aufgeregten Eltern auf die Schippe, die 4c hatte einen Tanz einstudiert und die 4b das neue Comenius-Lied, das Musiklehrerin Miriam Knauer schon fürs Schuljubiläum im nächsten Jahr getextet hat: „Alle sind da und feiern heute Comenius“, schrieb sie im Hinblick auf die 50-Jahr-Feier der Schule 2023.

Während der letzten Ferienwoche habe sie viele Eltern und Kinder beobachtet, wie sie den Schulweg geprobt haben, berichtet Völler. Das sei erfreulich.

Lauf-Projekt-Erfolg: Die meisten Schüler laufen zur Schule

Mittlerweile legen tatsächlich zwei Drittel der Comenius-Schüler den Schulweg zu Fuß zurück. Das Lauf-Projekt werde deshalb in allen Klassen fortgesetzt, sagte Völler. Auch das Kollegium der Comenius-Schule sei komplett. Drei große erste Klassen zu unterrichten sei anspruchsvoll, denn neben sieben ukrainischen Kindern, gebe es auch eine Inklusionsklasse. Die ukrainischen Schulanfänger lernen in einem Intensivkurs deutsch und nehmen am Klassenunterricht teil. Für eine Intensivklasse gebe es an der Comenius-Schule nicht genügend Kinder mit Migrationshintergrund.

106 neue Schüler nahm die Freiherr-vom-Stein-Schule am Dienstagvormittag auf. Sie wurden zwei Gymnasialklassen zugeteilt, in einer wird erstmals an der Schule bilingual unterrichtet. Außerdem wurden zwei neue Realschulklassen gebildet und eine kombinierte Hauptschulklasse für Jahrgang 5 und 6.

Beim Verkauf von Erfrischungen an die wartenden Eltern nahmen die Neuntklässler hinter der Theke insgesamt 545 Euro ein, die sie an Hessenforst für Aufforstungsmaßnahmen spenden wollen. „Es wäre natürlich super, wenn das Geld dem Eppsteiner Wald zugute käme“, sagte Oberstudienrätin Kerstin Nürnberg, die die Spendenaktion koordiniert.bpa

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