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TSG Eppstein ist stolz auf treue Mitglieder und große Projekte

TSG-Vorsitzender Peter Keller (r.) ehrte „alte Recken“: Knuth Vollmuth (60 Jahre Mitglied), Heinz-Dieter Menke (65 Jahre), Heinz Sparwasser (70 Jahre).Foto: Frauke Frerichs-Gundt

Das Vereinsheim der TSG Eppstein war am vergangenen Freitag bis auf den letzten Platz gefüllt, als Vereinsvorsitzender Peter Keller die Jahreshauptversammlung mit einigen grundsätzlichen Gedanken eröffnete.

„Die Politiker haben hohe Erwartungen an Vereine, sie betonen in ihren Reden die besondere Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für die Gemeinschaft und erläutern die Wichtigkeit der gesellschaftlichen Aufgabe. Im Gegensatz dazu steht die magere finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand für Schaffung und Instandhaltung der notwendigen Infrastruktur“, erklärte er und wies im Kassenbericht auf die konkreten Zahlen hin. 90 Prozent der Investitionen in Sportgeräte und Infrastruktur seien über Mitgliedsbeiträge finanziert worden.

Für das kommende Jahr hat sich die TSG Eppstein die grundhafte Erneuerung der Tartan- und Sprungbahn vorgenommen. Diese Maßnahme ist auch im öffentlichen Interesse, denn die Sportanlagen der TSG werden von den angrenzenden Schulen genutzt, bislang kostenlos. Baumwurzeln verwandelten die rund dreizehn Jahre alte Bahn in eine Buckelpiste. Die Stadt Eppstein übernimmt das Gewerk der Wurzelsperre und damit knapp 25 Prozent der kalkulierten Kosten. Der Förderantrag an den Kreis ist geschrieben, die Antwort steht noch aus.

Detektivisch ist der Vorstand auf der Suche nach Fördertöpfen, schreibt Anträge, bewirbt sich und gewann einen der begehrten 30 Plätze des Landes Hessen im Projekt „Starker Sport – starker Verein“. Das bedeute zwar keine finanzielle, dafür aber zwei Jahre ideelle Unterstützung, so der Verein. Überall steige der Anspruch an Qualität und Professionalität. Dies betreffe auch die Verwaltung durch Vorgaben der Politik, Stichwort Datenschutzgrundverordnung. Das Vorstandsteam der TSG durchforstet bereits seit einiger Zeit gemeinsam mit den Abteilungsleitern unter der Leitung von Peter Keller jeden Aspekt des Vereins, erarbeitet optimierte Abläufe und treibt die konsequente Digitalisierung voran. Nur so könne der Verein effektiv und zeitgemäß arbeiten, erklärte Keller. Schließlich entspräche der Finanz- und Verwaltungsrahmen einem mittelständischen Unternehmen, erklärte Kassenwart Dirk Büttner in seinem Bericht und wies auf die ersten Erfolge in der Beitragsverwaltung hin.

Die Berichte der Abteilungsleiter holten die Zuhörer zurück zur Kernaufgabe des Vereins, dem Sport. Darin ging es um Meistertitel, Wettkämpfe und erfolgreich gestemmte Veranstaltungen. Die größte Freude für einen Vereinsvorsitzenden sei die Ehrung der langjährigen Mitglieder, meinte Keller.

Die TSG ist stolz auf ihre extrem treuen Mitglieder. 60 Jahre ist Knut Vollmuth dabei, Heinz-Dieter Menke 65 Jahre, und stolze 70 Jahre Mitglied sind Inge Rautert und Heinz Sparwasser. Diese TSG-Urgesteine haben alle ihre sportliche Heimat im Handball.

Sparwasser ist Jahrgang 1935. Als er nach dem Krieg mit Handballspielen anfing, trainierte man auf einer Wiese im Fischbachtal mit dem Bach als Außenlinie. Umkleidekabine oder Dusche gab es nicht. „Es wurde eine große Bütt mit Wasser hingestellt, dort haben die Sportler ihre Schuhe abgewaschen. Anschließend traf man sich auf einen Schoppen“, erzählte Sparwasser. Heute bedecke Wald das einstmalige Spielfeld und auch sonst habe sich viel im Handball verändert, blickte Sparwasser zurück. Im Gegensatz zum früheren Großfeldhandball sei der Hallenhandball sehr viel schneller. Heute gibt es rund 20 Mannschaften, damals waren es zehn oder zwölf. Die Jugendarbeit habe sich enorm intensiviert. Kaum könnten kleine Kinder den Ball halten, schon starteten sie ihre Handballerlaufbahn als Minis. Zu seiner Zeit musste man mindestens zehn Jahre alt sein.

Der Handball-Sport zog sich durch Sparwassers gesamtes Leben. Von 1953 bis 1964 war er Handballschülerwart, vergleichbar mit heutigen Trainern. Als Schiedsrichter fungierte er von 1955 bis 1978. Er leitete die Abteilung von 1968 bis 1989 und war gleichzeitig von 1967 bis 1978 Mitglied im Kreisrechtsausschuss. Besonders gefreut habe er sich, so Heinz Sparwasser, als 1982 die Sporthalle der Freiherr-vom-Stein-Schule fertig geworden sei. Als Stadtverordneter hatte er sich intensiv in den Gremien für diese Sporthalle stark gemacht. „Wir waren ein Team, das an allen Positionen für die Halle gekämpft hat. Altbürgermeister Richard Hofmann band uns als Sportexperten ein. Die Einweihung war ein erhebender Moment für uns alle, durch die Mannschaft ging ein Ruck. In diesem Jahr wurden wir Kreismeister in eigener Halle“, schwärmt Sparwasser. Er selbst koordinierte von 1982 bis 2008 die Trainings- und Belegungspläne der Halle. „Damit meine Handballer genügend Hallenzeiten bekamen“, lacht der rüstige 84-Jährige. ffg

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