Hitzköpfe statt Punkte: TuS geht gegen Flörsheim leer aus

Am Willen lag es nicht. Die erste Mannschaft des TuS Niederjosbach lieferte gegen den SV Flörsheim einen großen Kampf, ließ sich in einer hitzigen Partie aber zu oft provozieren und unterlag mit 0:1 (0:1).

Für die Reserve wurde der Sonntag gegen den FC Sindlingen 2 dagegen zum Debakel, sie verlor 1:9 (1:3).

Erste kämpft stark, geht aber leer aus

Von Beginn an lag Feuer in der Partie. Viele Provokationen prägten das Spiel, der TuS ließ sich leider darauf ein und kassierte zurecht Gelbe Karten. Spielerisch zeigte die Mannschaft in der ersten Hälfte dennoch, was in ihr steckt, und trieb den Ball mit schnellen Pässen durch die Reihen.

Bestraft wurde ausgerechnet eine kurze Unachtsamkeit zwischen Mittelfeld und Abwehr, die Flörsheim ausnutzte (31.). Danach kam kaum noch etwas auf das Tor des TuS. Keeper Jan Völkel drohte zwischen den Pfosten fast einzuschlafen, denn das Geschehen spielte sich nahezu nur noch vor dem gegnerischen Kasten ab.

Nach der Pause fehlte allerdings die Leichtigkeit, statt schneller Kombinationen suchte der TuS sein Heil fast nur noch in langen Bällen. Bei den Standards hielten sich beide Teams die Waage, und mit etwas Glück auf beiden Seiten blieb die Partie ohne Strafstoß und endete mit der 0:1-Niederlage für die Hausherren vom TuS.

Völkel bringt es auf den Punkt: „Wir haben stark gekämpft, uns aber auf die Provokationen eingelassen und uns damit selbst aus dem Spiel bringen lassen.“

Reserve im Tiefschlaf

Mit großen Ambitionen und einem guten Kader startete die Reserve in die Partie. Ein Spielfluss wollte bei vielen langen Unterbrechungen jedoch selten aufkommen. Früh pfiff der Schiedsrichter einen fragwürdigen Elfmeter gegen den TuS, der zur Sindlinger Führung führte (9.). Das hemmte die Zweikampfhärte, denn der Unparteiische pfiff fast alles, was nach Körperkontakt aussah.

Sindlingen bestimmte das Spiel, der TuS kam selten aus der eigenen Hälfte. Zwei ärgerliche Gegentore (32., 42.) ließen bereits ein Debakel erahnen, ehe Max Jürgensen den Zuckerpass von Leon Glockner per Direktabnahme unter die Latte schweißte (44.). Eigentlich ein psychologisch guter Zeitpunkt für den Anschlusstreffer.

Doch auch nach der Pause kam der TuS müde aus der Kabine und ließ viel zu. Das Debakel fand schlussendlich doch statt, und das 1:9 schrieb sich in die Geschichtsbücher. Nicolai Brack fasst es selbstkritisch zusammen: „Wir sind schlafend aus der Kabine und schlafend wieder rein.“ Neben dem Ergebnis sind zudem viele Verletzte zu beklagen. Der TuS wünscht allen eine schnelle Genesung.

Ausblick: Pokalknaller am Lochberg

Bevor es in der Liga weitergeht, wartet auf die Erste im Pokal eine Herkulesaufgabe. Am Donnerstag, 29. Oktober, gastiert um 20 Uhr der Verbandsligist TuRa Niederhöchstadt am Lochberg.

Am Wochenende sind beide Mannschaften auswärts gefordert. Die Erste tritt in Schwanheim an, die Zweite beim SV Flörsheim 2.

Foto Phillip Kofler from Pixabay

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