Handball Landesliga: Wettenberg eine Nummer zu groß

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Die Vorfreude auf den Saisonstart und die Möglichkeit, sich direkt zu Beginn mit den zwei frisch aus der Handball-Oberliga abgestiegenen Schwergewichten aus Wettenberg und Münster messen zu können, wurde schon weit vor Beginn der neuen Spielzeit deutlich gedämpft.

Die durch die Abgänge entstandenen Lücken bei der Landesliga-Mannschaft der Spielgemeinschaft Eppstein/Langenhain (EppLa)konnten nicht restlos geschlossen werden, und auch den Verletzten war es nicht möglich, ihre Genesung hinreichend voranzutreiben. Daniel Schmidt, für den verletzten Daniel Henrich (Muskelfaserriss), und Tobias Henritzi, zur Verstärkung der Abwehr, wurden kurzfristig als Interims-Aushilfe aus dem Ruhestand zurückgeholt. Dennoch ist der Beginn einer neuen Saison für jeden Sportler ein Highlight und dementsprechend motiviert waren die Schützlinge von Thomas Gölzenleuchter.

Die HSG aus Eppstein/Langenhain erwischte einen guten Start. Max Kroth läutete die Punktejagd für die Hausherren mit dem ersten Tor des Spiels ein. EppLa begann mit viel Tempo und guter Abwehrleistung, sodass es die Gäste bis zur 11. Minute nur auf zwei Tore Schlagdistanz (3:5) in Front lagen. Auch Neuzugang Dino Trubljanin trug sich in dieser starken Anfangsphase in die Torjägerliste ein. Kurze Zeit später gelang es den Gästen aus Wettenberg, ihre Abwehr flexibel an den Spielstil der Epplarer anzupassen und der Klassenunterschied nahm mit weiterem Spielverlauf immer deutlicher Form an. Die Hausherren versuchten unter der Führung des Abwehrchefs Lennart Großkopf die Abwehrreihen aggressiv und kompakt zu halten, um den Spielfluss der Wettenberger zu unterbrechen, jedoch ohne zählbaren Erfolg. Die Gäste waren in ihren Angriffsbewegungen immer einen Schritt schneller und konnten somit ihre Kombinationen bis auf den letzten freistehenden Mann ausspielen. Abschlusspech der Gastgeber sowie eine starke Abwehr seitens der HSG aus Wettenberg sorgten in Summe dafür, dass der Abstand beider Mannschaften bis zum Seitenwechsel zehn Tore (7:17) zählte.

Im zweiten Durchgang schalteten die Gäste sichtlich einen Gang zurück und ermöglichten den beharrlich weiterkämpfenden Hausherren, den Abstand bis zur 50. Minute zu halten. Schlussendlich musste sich die HSG EppLa mit 22:34 geschlagen geben. Es gibt jedoch keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen. Der Absteiger aus der Oberliga und hoch gehandelter Aufstiegskandidat aus Wettenberg ist nicht der Maßstab, an dem sich die HSG EppLa orientiert. Die jeweiligen Saisonziele sind klar definiert. In der kommenden Woche gilt es, die positiven Aspekte des Spiels herauszufiltern, diese auszubauen und sich gründlich auf das am kommenden Samstag anstehende Prestige-Duell gegen die TSG Münster vorzubereiten.

Es spielten: Keller, Biermann; Daudert (6), Gintner (5/4), Kroth (3), Großkopf, Schmidt (je 2), Erdmann, Bender, Pursche, Trubljanin, Rosenberger (je 1), Henritzi, Schier.

EppLA III: „Erfahrung schlägt Jugend“

Die Vorzeichen vor dem ersten Saisonspiel für die Handball-Herren III waren nicht optimal. Ungünstig liegende Urlaubszeiten, Verletzungen und Studium einiger Spieler erschwerten die Saisonvorbereitung ungemein, dazu empfing das EppLa-Team direkt am ersten Spieltag das sogenannte „Legendenteam“ der TuS Dotzheim.

Die Herren III nahmen sich vor, die körperliche Unterlegenheit und fehlende Erfahrung mit läuferischem Einsatz zu kontern, das Spiel also möglichst so zu gestalten, dass die eigenen Stärken betont und die der Dotzheimer nicht zur Geltung kommen.

Das Spiel begann ausgeglichen: nach 8 Minuten stand es 3:3, wobei EppLa zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Strafwürfe verworfen hatte. Die mangelnde Chancenverwertung sollte sich bis zum Ende des Spiels als eines der größten Probleme herausstellen. Durch viele Fehlwürfe und zu passive Abwehrarbeit insbesondere gegen den Dotzheimer Mittelmann stand es im Handumdrehen 4:11 aus Sicht von EppLa. In dieser Phase ließ man sich von der Dotzheimer „Cleverness“ zu sehr aus der Ruhe bringen – was auch für den Unparteiischen zutraf. Während klarste Fouls am Kreisläufer der EppLa und zwei Gesichtstreffer übersehen wurden, reichte auf der Gegenseite leider allzu oft ein theatralischer Schrei der Dotzheimer, um selbst die fairen oder kontaktlosen Abwehraktionen zu bestrafen. So wurde der Plan, über Ballgewinne und Überläufe zu einfachen Toren zu kommen, drastisch erschwert. Das Zusammenspiel mit dem Kreisläufer als angriffstaktisches Mittel wurde mehr und mehr eingestellt, weil sich angesichts der alternativen Regelauslegung Resignation breit machte.

Hier muss das Team der EppLa in Zukunft ruhiger bleiben und sich durch ein solch „cleveres“ Verhalten des Gegners nicht aus dem Konzept bringen lassen.

Durch einen Kraftakt verkürzte die Spielgemeinschaft, angeführt von den starken Simon Völker und Chris Schulz, auf 15:16. Es sollte das letzte Mal sein, dass EppLa in Schlagdistanz war, da sich das Team im nächsten Angriff eine Zeitstrafe einhandelte, was die Dotzheimer nutzten, um auf 21:15 davonzuziehen.

In der Schlussphase konnten sich die Hausherren aufgrund einiger Zeitstrafen und zahlreicher Fehlwürfe nicht mehr herankämpfen. In den letzten zehn Minuten fiel nur noch ein Tor für EppLa, sodass der Endstand von 21:30 am Ende etwas skurril und nicht dem Spielverlauf entsprechend wirkte.

In den nächsten zwei Wochen wird das Team an den eigenen Defiziten arbeiten, um für das Spiel gegen starke Rüdesheimer gewappnet zu sein (24. September, 19.30 Uhr in Rüdesheim).

Handball-Vorschau – Samstag, 17. September: Damen bei Eintracht Frankfurt II (14 Uhr), Herren I bei TSG Münster (19 Uhr). Sonntag, 18. September: männliche C-Jugend bei TSG Münster (15 Uhr). Mehr Informationen unter https://hsg-eppla.de/.

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