Eppstein und Steinadler Attila im Wappen

Tamara Benz (li.), Sophie Rubach und Rolf Benz in ihrem Stand bei der Adventsfenster-Öffnung. Foto: Frauke Frerichs-Gundt

Leidenschaft, Begeisterung und große Treue zu ihrem Fußballverein verbindet die rund 40 Mitglieder der Eppsteinadler, dem offiziellen Eintracht-Frankfurt-Fanclub der Burgstadt. „Familie Benz und Friends“ haben die Eppsteinadler zum Fliegen gebracht, berichtete Mitglied Oliver Schaust.

Zunächst sei man sich eher zufällig auf dem Weg ins Stadion über den Weg gelaufen, doch mit jedem Spiel sei man enger zusammengewachsen. Gemeinsam jubelten oder trauerten die Fans, litten mit ihren Idolen mit und feierten ihre Erfolge. Aus den zufälligen Treffen vor dem Spiel entstanden Verabredungen, Freundschaften entwickelten sich, und bei einem Bierchen nach dem Spiel sei plötzlich die Idee zum Fanclub durch den Raum geschwirrt. Der Name des Fanclubs ist ein Wortspiel aus „Eppstein“ und dem Maskottchen der Eintracht, dem Steinadler Attila.

Während das lebende Maskottchen Attila bereits am 30. April 2004 aus dem Ei schlüpfte und 2006 zum Eintracht-Glücksbringer ernannt wurde, erhielten die Eppsteinadler ihren Status als offizieller Fanclub der Eintracht Frankfurt am 11. September 2013. Das Maskottchen imponiert mit einer Spannweite von 1,90 Meter, die Eppsteinadler breiten ihre Schwingen mittlerweile weit über die Stadtgrenzen aus. „Die Liebe und der Beruf hat einige unserer Mitglieder auf ganz Deutschland verteilt“, erklärte Gründungsmitglied Heiner Benz. Neben den gemeinsamen Besuchen der Spiele ihrer Mannschaft engagieren sich die Eppsteinadler bei lokalen Festen und Veranstaltungen. Bei der Vockenhäuser Kerb übernahmen die Eppsteinadler eine Dienstschicht und sie bewirteten eine der Buden bei der Adventsfenster-Öffnung. Den Erlös aus dem Verkauf in der Wooganlage sowie Zuwendungen ihrer Sponsoren spenden sie vollständig der gemeinnützigen Leberecht-Stiftung, die sich im Großraum Frankfurt für behinderte und benachteiligte Kinder und Jugendliche stark macht. „Wir wollten eine Einrichtung unterstützen, in der sich überregional alle wiederfinden“, erklärte Heiner Benz. Den Erlös von 2022 haben die Eppsteinadler auf insgesamt 500 Euro aufgestockt und vergangenen Samstag übergeben.

Eintracht Frankfurt erwartet von ihren offiziell anerkannten Fanclubs soziales Engagement für die Gemeinschaft sowie ein Vereinsleben. Über ein Jahr mussten sich die Eppsteinadler bewähren, dann erst kam die offizielle Anerkennung aus Frankfurt. Die gelebte Fan-Kultur belohnt die Eintracht mit einem einfachen Zugang zu einem Dauerkarten-Pool und Auswärtskarten. Denn treue Fans möchten möglichst kein Spiel verpassen.

Frauen sind im Fanclub sehr aktiv und besuchen mit großer Leidenschaft die Spiele. Tamara Benz und Sarah Dörrich erlebten den Europapokalsieg der Eintracht in Sevilla live im Stadion. Heute wird der Fanclub vom Vorsitzenden Sascha Schmitt und seiner Stellvertreterin Tamara Benz geleitet. Rolf Benz engagiert sich als Schriftführer und Sarah Dörrich ist Kassiererin.

Stolz präsentieren die Eppsteinadler ihr Abzeichen, einen rot-weißen Adler, mit weißer Eppstein-Silhouette quer über den Flügeln. Wer genau hinsieht, erkennt die Talkirche und die Burg. Attila, der echte Vogel, besuchte Eppstein sogar als Ehrengast bei der Hochzeit von Annika Benz und Sascha Schmitt. Und mehrfach schon im Zusammenhang mit dem Besuch der Eintracht Frankfurt Fußball-Schule bei der SG Bremthal. Neue Mitglieder nehmen die Eppsteinadler gerne unter ihre Fittiche.ffg

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