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Zwei Kandidaten werden von je zwei Fraktionen unterstützt

Bis zum 18. März haben Parteien und unabhängige Kandidaten noch Zeit, sich ums Bürgermeisteramt zu bewerben. Um 18 Uhr am 69. Tag vor dem Wahltermin läuft die Meldefrist ab.

Bis jetzt wollen zwei Kandidaten zur Wahl antreten: Amtsinhaber Alexander Simon (CDU) und die FDP-Stadtverordnete Nadja Gneupel.

Simon wird außer von der CDU, auch von den Grünen unterstützt. Nadja Gneupel weiß außer den Liberalen die SPD auf ihrer Seite, die schon Unterstützung für die FDP-Kandidatin signalisiert hat.

Die FWG hat sich in der Kandidatenfrage noch nicht entschieden. Derzeit sieht es nicht danach aus als ob die Freien Wähler einen eigenen Kandidaten nominieren. Aber bis zum 18. März sei noch alles offen, sagt Fraktionssprecher Bernd Fuchs. Bei der vorigen Bürgermeisterwahl habe sich die Freie Wählergemeinschaft auch sehr spät entschlossen, den damaligen unabhängigen Kandidaten Jens Knigge zu unterstützen. Knigge, der inzwischen als Stadtverordneter in der FWG-Fraktion mitarbeitet, wird nicht mehr fürs Bürgermeisteramt kandidieren. So viel stehe zumindest fest, teilte der Vorsitzende Ulrich Dauben mit. Eine Mitgliederversammlung sei für Mitte Februar vorgesehen. Man wolle Nadja Gneupel dazu einladen, damit sie sich und ihr Wahlprogramm vorstellen könne. Der Amtsinhaber sei hinlänglich bekannt, sagte Dauben. Dann müssten die Mitglieder entscheiden, ob die FWG einen der Kandidaten unterstützen wolle oder keine Empfehlung abgibt.

Erst vor gut einer Woche entschieden die Grünen, wie berichtet, dass sie weder einen Kandidaten noch eine Kandidatin aufstellen wollen. „Es hat keiner hier gerufen“, sagte Grünensprecherin Gabriele Menzendorf etwas flapsig. Dabei habe es durchaus ernsthafte Überlegungen gegeben. „Wir haben uns in der Region umgeschaut und auch ganz konkret mögliche Kandidaten angesprochen“, berichtet Menzendorf über die Entscheidungsphase. Eine wichtige Voraussetzung war, dass der Kandidat, wenn schon nicht Eppsteiner, zumindest in Eppstein bekannt sein sollte. Denn völlig unbekannte Kandidaten hätten es in der kurzen Wahlkampagne ausgesprochen schwer, einen favorisierten Amtsinhaber auszustechen und das, so Menzendorf, könnte am Ende der Konkurrenz nützen, „weil ein Kandidat der Grünen Stimmen des Kooperationspartners binden könnte“. Am Ende stand fest, dass die Grünen den Amtsinhaber unterstützen.

Obwohl sie sich eine Frau als Bürgermeisterin wünsche, „war Frau Gneupel für die Grünen keine Option“, stellte Menzendorf entschieden fest, „das Geschlecht allein reicht als Qualifikation nicht aus“. Nadja Gneupels Präsentation als Kandidatin habe die Grünen nicht davon überzeugt, dass die FDP-Frau das Bürgermeisteramt ausfüllen kann.

Außerdem gebe es, unabhängig von den Personen, zwischen Grünen und CDU mehr thematische Gemeinsamkeiten als mit der FDP. In den vergangenen Jahren hätten die Grünen viel Positives in Zusammenarbeit mit der CDU umsetzen können.

Tatsächlich gab es kaum öffentliche Auseinandersetzungen zwischen den Kooperationspartnern von CDU und Grünen. Fast immer wurden wichtige Abstimmungen gemeinsam von den Bündnispartnern getragen. Der Beschluss bedeute allerdings nicht, so Menzendorf, dass die Grünen aktiven Wahlkampf für Alexander Simon betreiben wollen. Ob die Unterstützung der SPD für Gneupel über Kritik an Amtsinhaber Simon hinausgeht, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.bpa

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