Die Stadt Eppstein informiert regelmäßig über den Verfahrensstand.
Die Stadt Eppstein ist die einzige Kommune im Main-Taunus-Kreis, die aktuell aktiv an der Entstehung eines Windparks mitwirkt. Im Rheingau-Taunus-Kreis sind schon deutlich mehr Kommunen aktiv. Die Nachbarkommunen Niedernhausen, Idstein und Eppstein hatten sich dazu entschlossen, auf dem Gebiet zwischen Oberjosbach, Lenzhahn und Ehlhalten die im Regionalplan Südhessen beschlossenen Windvorranggebiete gemeinschaftlich zu entwickeln. Alle drei Kommunen sind dort Grundstückseigentümer von Windvorrangflächen. Nach der knappen Entscheidung der Bevölkerung in Niedernhausen 2023 für die Entwicklung dieser Flächen, verständigten sich die drei Kommunen auf die Umsetzung und Entwicklung eines Windparks. Auf drei Teilflächen werden wahrscheinlich sieben Windkraftanlagen entstehen. Ziel ist es, dass die Windräder bis zum Jahr 2030 Strom produzieren.
Es wurde zunächst ein Markterkundungsverfahren durchgeführt. Eine kommunen- und parteiübergreifende Arbeitsgruppe hatte die Auswahlkriterien und deren Priorisierung in einer Bewertungsmatrix für ein Interessenbekundungsverfahren erarbeitet. Die drei Kommunen haben dabei von Anfang an die Bürgerbeteiligung als ein wichtiges Auswahlkriterium festgelegt. So soll es künftig sowohl der Bürgerschaft als auch Energiegenossenschaften möglich sein, sich finanziell einzubringen und auch zu partizipieren. Im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens und der sich anschließenden Ausschreibung konnte sich die Mainova AG als Projektentwickler durchsetzen. Die politischen Gremien der drei Kommunen fassten hierzu übereinstimmende Beschlüsse.
Nach Abschluss des Auswahlverfahrens begannen die vertraglichen Verhandlungen mit dem Projektentwickler. Bei den Vertragsverhandlungen mit dem Energieversorger begleitet eine spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei die Kommunen. Es wurden die weiteren Details zur Kooperation zwischen den Projektbeteiligten und dem Projektentwicklungsunternehmen erarbeitet und erste Vorbereitungen für das Genehmigungsverfahren getroffen.
Der weitere Ablauf der Vertragsverhandlungen hat sich mittlerweile konkretisiert: Nach dem Erstgespräch mit der Mainova AG Ende November 2025 werden nun erste Entwürfe für Nutzungs- und Pachtverträge ausgearbeitet, die im Frühjahr 2026 abgeschlossen werden sollen.EZ

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