Stadt verzichtet nicht auf Ried-Wasser

Wasser im Hochbehälter am Heinzberg.Archiv-Foto EZ

Eppsteins gutes Trinkwasser für alle Stadtteile. Das fordert die FWG mit ihrem Antrag, die Eigenförderung aus den städtischen Brunnen und Quellen zu erhöhen. Stattdessen solle die Stadt den Bezug von Fremdwasser aus dem Hessischen Ried verringern.

Wegen seines hohen Härtegrades werde es von vielen Menschen als nicht sehr schmackhaft empfunden.

Der Vertrag der Stadt mit dem Wasserbeschaffungsverband läuft zum Jahresende aus. Diese Situation sollte die Stadt nach Ansicht der FWG nutzen, um neue Mengen auszuhandeln. Wie bereits im Stadtentwicklungsausschuss dargelegt, verbraucht Eppstein jährlich zwischen 570 000 und 670 000 Kubikmeter Wasser. Vom Regierungspräsidium genehmigt sei eine Fördermenge bis jährlich 700 000 Kubikmeter, führt die FWG an. Dennoch bezieht die Stadt bis zu 200 000 Kubikmeter Trinkwasser aus dem Hessischen Ried. Etwa drei Viertel dieser Menge wird ins Bremthaler Netz eingespeist, ein Viertel nach Eppstein und Vockenhausen gepumpt. Niederjosbach und Ehlhalten werden aus eigenen Brunnen versorgt.

Am Ende wurde dieser Antrag abgelehnt, Bürgermeister Alexander Simon begründete dies mit der Versorgungssicherheit. Denn die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass es, vor allem in den Sommermonaten, kurzfristig zu extrem hohen Wasserabnahmen kommen könne. Das Wasser aus dem Ried habe in den drei heißen Sommermonaten einen Wassernotstand verhindert, gab Simon zu bedenken.

Im Übrigen sei die Förderung aus eigenen Brunnen bereits erhöht worden, wegen der steigenden Einwohnerzahlen sei der Trinkwasserbedarf angestiegen. Simon geht davon aus, dass sich das nicht ändern werde und der Wasserverbrauch zumindest in heißen Sommermonaten in Zukunft eher steigt.

Einig waren sich alle, dass es wünschenswert wäre, weniger Wasser von außerhalb anzukaufen. Deshalb will die Stadt kurzfristig eine alte Schürfung in Bremthal überprüfen. Davon hält die FWG jedoch nichts. Die Schürfung sei vor Jahrzehnten stillgelegt worden, weil sie nicht ergiebig genug sei.

Die Arbeitsgruppe Tiefbau soll außerdem eine Kosten-Nutzen-Analyse für den Bau eines neuen Tiefbrunnens vorlegen. bpa

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