Neuer Ortsbeirat legt sofort los: Wertstoffhof und Packstation

Alexander Simon und Guido Ernst nach der Wahl zum Ortsvorsteher (v.li.).Foto; Beate Schuchard-Palmert

Unter der Leitung des alten und neuen Ortsvorstehers Guido Ernst (CDU) waren sich die neun Bremthaler Ortsbeiratsmitglieder schnell einig: Guido Ernst wurde einstimmig per Handzeichen zum Ortsvorsteher für die nächste Wahlperiode gewählt, ebenso einstimmig sein Vorschlag angenommen, Peter Lange (SPD) zum stellvertretenden Ortsvorsteher zu wählen.

In der kurzen Vorstellungsrunde, die vor allem den fünf neuen Mitgliedern, Andreas Geis und Konstantin Piotrowski (beide CDU), Andreas Naujoks (Grüne), Bärbel Friedemann (FDP) und Magnus Fischer (FWG) den Einstieg erleichtern sollte, erwiesen sich alle als Bremthal-Fans, unabhängig davon, ob sie schon von Geburt an in Bremthal leben oder erst später hinzugezogen sind.

Dem neuen Ortsbeirat gehören an, für die CDU Guido Ernst, Reiner Morgenstern, Konstantin Piotrowski, Andreas Geis, für die SPD Klaus-Peter Lange, Hans-Jörg Schmidt, für die FWG Magnus Fischer, für die FDP Bärbel Friedemann und der Grüne Andreas Naujoks.

Und dann nahm das Gremium sofort seine Arbeit auf. Guido Ernst berichtete über Anträge und Vorlagen aus der vorigen Wahlperiode. Die CDU legte außerdem zwei neue Anträge vor. Nach kurzer Diskussion und Vorschlägen zu alternativen Standorten wurde der CDU-Antrag für die Einrichtung einer DHL-Packstation zusätzlich zur Postfiliale in Bremthal einstimmig angenommen und der Magistrat gebeten, mit dem Betreiber zu verhandeln. Die CDU schlägt den Bahnhof als günstigsten Standort vor.

Auch in Sachen Wertstoffhof war die CDU schnell. Noch im Februar lehnte die CDU-Stadtverordnetenfraktion den Vorschlag der FDP ab, einen neuen Standort für einen moderneren und verkehrsgünstiger gelegenen Wertstoffhof zu suchen, statt 20 000 Euro im Haushalt für die Sanierung des bestehenden, aber zu kleinen Wertstoffhofs im Valterweg auszugeben.

Kaum zwei Monate später präsentiert die neue CDU-Ortsbeiratsfraktion sogar einen möglichen neuen Standort an der Grünabfallanlage bei Niederjosbach. CDU-Sprecher Reiner Morgenstern begründete den Vorschlag mit dem schlechten Zustand des Wertstoffhofs und der ungünstigen Verkehrssituation für die wartenden Autos. Erste Sondierungsgespräche mit dem Betreiber der Grünabfallanlage im Daisbachtal hätten „eine realistische Möglichkeit aufgezeigt, den Wertstoffhof auf das Gelände zu verlagern“, berichtete Morgenstern. Es sei sinnvoller, die bereit gestellten Mittel für die Realisierung eines neuen Areals zu verwenden statt für die Befestigung der Zufahrt des jetzigen Wertstoffhofs, griff er die frühere FDP-Argumentation auf. Grundsätzlichen Gegenwind gegen den Prüfvorschlag gab es nicht, allerdings Bedenken: Laut Peter Lange (SPD) könnte der bestehende Wertstoffhof schon entlastet werden, wenn die Ausfahrt umgebaut und über den Bauhof geführt würde.

Magnus Fischer warnte davor, das Problem nur an eine andere Stelle zu verlagern. Denn Warteschlangen mit bis zu 20 Fahrzeugen seien an Samstagen keine Seltenheit und könnten auf der Landstraße 3026 ebenfalls zum Problem werden. Ernst wies darauf hin, dass genau dies geprüft werden müsse. Tatsache sei aber, dass die Situation am Wertstoffhof sich seit Jahren zuspitze, insbesondere während der Pandemie. Stadtrat Huppertz (FWG) schlug vor, weitere Abgabezeiten festzulegen, insbesondere für Firmenfahrzeuge. Damit könne der Ansturm an Samstagen entlastet werden. Der Antrag wurde als Prüfantrag für den Magistrat angenommen.bpa

 

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