Neue Wohnungen mitten in Vockenhausen

Noch überragt der Kran das neue Gebäude.Foto: bpa

Noch überragt der Kran das neue Gebäude.Foto: bpa

Die Mauern des früheren Gasthauses Zum Taunus sind schon lange abgerissen und im Bauschutt gelandet, nun zeichnen sich allmählich die Umrisse des neuen Gebäudes ab: Ein viereinhalb Geschosse hohes Mehrfamilienhaus mit insgesamt 19 Wohnungen in zentraler Lage in Vockenhausen.

Diplom-Inge­nieur Werner Schmitt von der HS Projekt GmbH Limburg und der Eppsteiner Investor Matthias Werner führten am Montag eine Gruppe mit Mitgliedern von Ortsbeirat und Magistrat durch den komplett eingerüsteten und innen mit Sprießen abgestützten Rohbau und erläuterten, was dort gerade entsteht.

Ein Kran mit breitem Fuß, starken Gewichten und das Gebäude überragendem Ausleger gab den Besuchern Rätsel auf, stand er doch in einem abgeschotteten, winzigen Innenhof: „Wie der da jemals wieder rauskommt?“, wunderten sich einige. „Mit Hilfe eines anderen Krans“, lautete die Antwort. Nervenaufreibend dürfte die für November geplante Abbau-Aktion dennoch für Bauherrn und Nachbarschaft werden.

Voraussichtlich bis zum Winter ist der Rohbau fertig. Dann beginnt der Innenausbau. Im Frühsommer 2027 sollen die 19 Wohnungen bezugsfertig sein. Laut Immoscout 24 kosten die kleineren, knapp 60 Quadratmeter großen Wohnungen ab 303 000 Euro und die beiden rund 120 Quadratmeter großen Penthouse-Wohnungen bis zu 678 000 Euro. 13 Wohnungen seien bereits verkauft, berichtete Matthias Werner, unter anderem eine der beiden Penthouse-Wohnungen im Halbgeschoss auf dem Dach und die 80 Quadratmeter große Wohnung im Erdgeschoss mit Terrasse zur Hauptstraße hin.

Werner Schmitt zeigte der Gruppe unterdessen, wie Treppenhaus, Flure und die einzelnen Wohnungen geschnitten sind. Die Wände sind aus riesigen Kalksandstein-Bigblocks gemauert. Abgesehen davon, dass Naturstein ökologischer sei als Wände aus Schalbeton, habe der Kalksandstein gute bauphysikalische Eigenschaften, erläuterte Schmitt: Die hohe Dichte des Kalksandsteins biete guten Schallschutz und gute Wärmespeicherfähigkeit. Statt Mörtel werde ein zementartiger Kleber verwendet. So haben die Mauern und Wände kaum Fugen. Auch die Betondecken bestehen aus mehreren Elementen und sind, wie die Treppen, von den Wänden entkoppelt, um Schallübertragung zu verhindern.

Auf einen Keller sei verzichtet worden, unter anderem wegen der Nähe zum Bach und wegen der hohen Kosten, führte Schmitt aus. Abstellräume und der Heizungsraum für zwei Wärmepumpen sowie Wechselrichter und Batterien für die geplante Photovoltaik-Anlage sind im Erdgeschoss untergebracht. Dort ist auch die ebenerdige Abstellfläche für insgesamt 22 Autos und für Fahrräder. bpa

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