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Kreis übernimmt Grundschulbetreuung

Nun ist es offiziell: Der Main-Taunus-Kreis übernimmt zum 1. August die Trägerschaft für die Betreuungseinrichtungen der beiden Eppsteiner Grundschulen. In der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses berichtete die Erste Stadträtin und Sozialdezernentin Sabine Bergold, dass die Vereinbarung „in trockenen Tüchern“ sei. Die neue Trägerschaft werde weder für Kinder und Eltern, noch für die Mitarbeiter Nachteile mit sich bringen, betonte Bergold.

Das Betreuungskonzept richte sich weiterhin an der bestehenden Konzeption der Betreuungsangebote an der Burg- und an der Comenius-Schule aus. Das bedeute unter anderem, so Bergold, dass die Stadt die Schließzeiten während der Ferien festlegt und mit den Ferien der Kitas koordiniert. Die Gebührensatzung orientierte sich wie die Mittagessenversorgung auch bisher schon an den Vorgaben des MTK.

Für die Stadt soll die Übernahme der Trägerschaft finanzielle Vorteile bringen. Bergold rechnet mit Einsparungen in sechsstelliger Höhe. Für die „Villa Kunterbunt“ in der Comenius-Schule erhielt die Stadt einen Zuschuss vom Land im Rahmen eines Programms zur Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Die Burg-Schul-Betreuung wurde nur mit Mitteln der Stadt und aus den Betreuungsgebühren finanziert.

Zum Schutz der Mitarbeiter gibt es eine Vereinbarung mit dem Personalrat und dem MTK, dass die Stadt die Differenz für Gehälter aus bestehenden Arbeitsverträgen mit der Stadt bezahlt, falls der Tarif des Kreises niedriger ist. Finanzielle Einbußen sollen die Beschäftigten nicht haben, betonte Bergold. Bis Mitte Januar hatten sie Zeit, sich zu überlegen, ob sie zum Kreis wechseln oder weiter bei der Stadt arbeiten wollen.

Bergold geht davon aus, dass ein großer Teil der Mitarbeiter nun zum Kreis wechseln werde. Sie werden, so Bergold, mit ihrer derzeitigen Tarifgruppe und Stufenlaufzeit übernommen. Wenn Stellen neu besetzt werden müssen, erfolge die Eingruppierung in Absprache mit der Stadt. Sie entscheide, ob die freiwerdende Stelle mit Fachkräften nachbesetzt werden solle.

Unabhängig vom Betrieb der Schulbetreuung an der Comenius-Schule organisieren einige der Mitarbeiterinnen das Mädchen-Café der städtischen Jugendarbeit in der Alten Schule in Bremthal. Daran werde sich vorerst nichts ändern, betonte Bergold. Zumindest nicht bis zum Sommer. Im August liege auch das neue Jugendkonzept der Stadt vor mit den Empfehlungen der beiden Jugendarbeiter.

Die Räume der Betreuung in den beiden Grundschulen werden ebenfalls vom MTK übernommen. Das gelte auch für den städtischen Pavillon an der Burg-Schule, den die Betreuung seit vorigem Sommer nutzt. Auch er wird weiterhin für die Betreuung benötigt. Derzeit verhandeln Stadt und Kreis, ob der Pavillon ins Eigentum des MTK übergeht oder ein Gestattungsvertrag abgeschlossen wird.

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