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Erdrakete presst Glasfaser bis zum Haus

Anwohner, DG-Mitarbeiter, Kommunalpolitiker, darunter Bürgermeister Alexander Simon und Erste Stadträtin Sabine Bergold, trafen sich zum ersten Spatenstich an der neuen Glasfaser-Station.Foto: bpa

Der Informationsabend zum Glasfasernetz-Ausbau in der vorigen Woche war gut besucht.

Am vergangenen Dienstag lud das Unternehmen Deutsche Glasfaser (DG) zusammen mit Bürgermeister Alexander Simon zum symbolischen ersten Spatenstich vor der neu errichteten Glasfaser-Station im Hessenring in Bremthal ein – und hatte nichtgenügend Spaten für alle Gäste. Bei der Nachfragebündelung im Frühjahr hatten sich viele Eppsteiner eingesetzt, um die Menschen in ihrem Stadtteil davon zu überzeugen, dass ein Glasfaseranschluss eine wichtige Investition für die Zukunft ist. Viele dieser engagierten Bürger folgten jetzt auch der Einladung zur Feier des Ausbaus. Die Station im Hessenring ist eine der wichtigsten Verteilerstationen. Leitungen zweigen nicht nur in die anderen Stadtteile ab, sondern auch Richtung Taunusstein und Hünstetten.

Jetzt hat der Ausbau begonnen: In sämtlichen Straßen in Ehlhalten, Niederjosbach und Vockenhausen und in Bremthal Nord wird Glasfaserkabel verlegt. Von den 3749 Haushalten erhalten rund 1280 einen Glasfaser-Anschluss. In Alt-Eppstein erreichten die Vertragsabschlüsse nicht die für den Ausbau notwendige Quote von 40 Prozent.

Projektleiter Volker Schneider gab einen Überblick über den Ausbau in den Stadtteilen: In Bremthal Nord haben sich 192 von insgesamt 606 Haushalten gemeldet, in Vockenhausen, Ehlhalten und Niederjosbach sind es zusammen 1051 Privatkunden und im Gewerbegebiet Bremthal zehn Gewerbekunden. „Die DG verlegt die Leitung bis zum Haus“, erläuterte Schneider, „im Haus muss der Hausbesitzer den Kabelweg selbst vorbereiten.“ Den Anschluss übernimmt dann wieder die DG.

Wenn möglich wird die Glasfaserleitung per Erdrakete von der Grundstücksgrenze bis zum Haus gepresst. Ein Bohrkopf drücke das Erdreich soweit zusammen, dass eine ausreichend große Röhre für die Leitung entsteht. Nur wenn andere Leitungen, Felsen oder Asphalt den Durchgang verwehren, muss aufgegraben werden. So verlegt eine Kolonne täglich 80 bis 100 Meter Kabel. Länger dauere die Arbeit in verkehrsberuhigten Anwohnerstraßen ohne Absatz oder Bürgersteig. Zurzeit sind vier Kolonnen im Einsatz. Außerdem sind Kundenberater unterwegs. Sie kündigen sich vorher an und weisen sich aus. Um Trickbetrügern keine Chance zu geben, können die Kunden die Identität des Mitarbeiters per Anruf bei der DG bestätigen lassen.

Laut Schneider, will die DG die Anschlüsse Bremthal Nord im Valterweg und rund um den Hessenring schon in den nächsten drei Wochen ans Glasfasernetz anschließen, dann folgt Niederjosbach. Vockenhausen und Ehlhalten sind im ersten Quartal 2020 an der Reihe. Insgesamt verlegt das Unternehmen rund 230 Kilometer Glasfaserkabel in Eppstein. Jeder Stadtteil erhält eine Verteilerstation, wobei in Bremthal und in Vockenhausen die meisten Kabel gebündelt sind.bpa

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