Eppstein bei Grundsteuer B auf Platz zwei in Hessen

Die Grundsteuer betriefft alle Besitzer von Grundstücken und Immobilien..Foto: pixabay.com

Die Grundsteuer betriefft alle Besitzer von Grundstücken und Immobilien..Foto: pixabay.com

Der Bund der Steuerzahler Hessen hat die Finanzsituation der Städte und Gemeinden analysiert. Fast alle Kommunen weisen in ihren Haushalten Defizite aus. Fünf Kommunen im MTK haben ihre Grundsteuer erhöht. Extrem fiel die Erhöhung in Hofheim, Eppstein und Flörsheim aus.

Hofheim und Eppstein belegen mit ihren neuen Hebesätzen von 1545 Prozent in Hofheim und 1450 in Eppstein die Plätze zwei und drei in ganz Hessen. Zusätzlich haben sechs von zwölf MTK-Kommunen ihre Gewerbesteuerhebesätze erhöht.

Hofheim kann als einzige Kommune im Kreis nach den massiven Erhöhungen einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Eppstein bleibt trotz der Erhöhung weiter im Minus. Anders als viele andere Kommunen hat Eppstein seit Jahren keine Rücklagen bilden können. Als Grund für die finanzielle Misere werden beispielsweise gestiegene Kosten für Kinderbetreuung und Soziales angegeben. Die Mittel aus dem Kommunalen Finanzausgleich fließen nur langsam und entlasten vor allem bei Investitionen, nicht aber bei den laufenden Ausgaben.

Der Bund der Steuerzahler fordert deshalb von Bund und Land, endlich auf der Ausgabenseite abzuspecken, die Kommunen wiederum sind aufgerufen, bei ihren Aufgaben Prioritäten zu setzen und verstärkt auf interkommunale Zusammenarbeit zu setzen.

Von der Option eine weitere Grundsteuer C für unbebaute Grundstücke zu erheben, rät der Bund der Steuerzahler ab: Es sei mit einem erheblichen Verwaltungsaufwand zu rechnen bei einem verhältnismäßig geringen Ertrag. In Eppstein wird bislang nur über die Einführung der Grundsteuer C diskutiert.

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