Die landesweiten Niederschläge in Verbindung mit einem deutlichen Temperaturrückgang führen in weiten Teilen Hessens zu einer spürbaren Abnahme der akuten Waldbrandgefahr. Auch die Geruchsbelästigung durch Brandrauch hat am Dienstag spürbar nachgelassen. Noch am Montag zogen durch den Main-Taunus-Kreis Rauchfahnen der großen Brände in Belgien, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.
Die Zentrale Leitstelle der Feuerwehr meldete dazu, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Nachdem auch in Eppstein im Laufe des Montags mehrfach der Notruf wegen Rauchgeruchs gewählt wurde, teilte die Leitstelle am Nachmittag mit, dass die Notrufnummer 112 nur gewählt werden sollte, wenn außer dem Brandgeruch auch Rauch oder Feuer wahrgenommen werde.
Waldbrandgefahr vorerst gebannt
Auch für die nächsten Tage sei nach der aktuellen Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes nicht mit einer erneuten flächendeckenden und anhaltenden Zunahme der Waldbrandgefährdung zu rechnen, wie sie seit dem 3. August ausgerufen war. Das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat hebt daher die zweithöchste Alarmstufe mit sofortiger Wirkung auf.
Die Menschen werden aber weiterhin um vorsichtiges Verhalten gebeten. Vertrocknete Vegetation und Blätter stellen trotz der ersten Regenfälle weiterhin eine potenzielle Gefahr dar. Die lange Trockenheit – es war bislang einer der trockensten Sommer in Hessen seit Aufzeichnungsbeginn – ist vorerst noch nicht überwunden. Im Einzelfall bleiben Grillstellen in besonders brandgefährdeten Waldgebieten oder Waldrändern geschlossen. Es wird um Verständnis gebeten. Das erneute Ausrufen der Alarmstufe A ist angesichts der bisherigen Trockenheit nicht auszuschließen.
Das Rauchen beispielsweise ist im Wald grundsätzlich nicht gestattet. Waldbrandgefahr geht auch durch achtlos aus dem Fahrzeugfenster geworfenen Zigarettenkippen entlang von Straßen aus. Alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher werden zudem gebeten, die Zufahrtswege in die Wälder nicht mit Fahrzeugen zu blockieren. Pkws dürfen nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Einschränkungen sind unbedingt einzuhalten. Wer einen Waldbrand bemerkt, wird gebeten, unverzüglich die Feuerwehr (Notruf 112) zu informieren.
Nach vorläufigen Daten gab es allein seit dem 3. August knapp 50 Waldbrände mit einer Schadfläche von rund 380 000 Quadratmetern. Übers gesamte Jahr gesehen, registrierte das Land mindestens 160 Waldbrände mit einer Schadfläche von rund 560 000 Quadratmetern, das entspricht in etwa der Größe von 78 Fußballfeldern.
Sehr große Schäden konnten dank dem raschen und geschulten Zusammenwirken vieler Kräfte bei der Waldbrandabwehr und Waldbrandbekämpfung verhindert werden. Hierzu zählen neben vorsorgenden Maßnahmen der Forstverwaltung insbesondere das gute Zusammenwirken von Feuerwehr und Forstleuten im Einsatzfall.
Die örtlichen Feuerwehren und vielen freiwilligen Helfer haben unter großem persönlichem Einsatz größere Schäden verhindert, so das hessische Landwirtschaftsministerium- Es sei auch erkennbar, so das Ministerium, dass die Bevölkerung sensibel mit der Gefahrenlage umgegangen sei und die Warnungen der vergangenen Wochen ernst genommen habe.
Weitere Informationen zum Thema Waldbrandgefahr und den Alarmstufen sind im Internet zu finden: https://umwelt.hessen.de/wald/klimastabiler-wald/waldbrandgefahr


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