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Der ADFC hat die Bürgermeister-Kandidaten befragt

Treffen mit den Eppsteiner Bürgermeister-Kandidaten in der Wunderbar Weite Welt.Foto: Nicole Köhler

In Eppstein findet am 26. Mai gemeinsam mit der Wahl zum Europaparlament die Bürgermeisterwahl statt. Der bisherige Amtsinhaber Alexander Simon (CDU) tritt gegen Nadja Gneupel (FDP) an.

Der ADFC wollte es auch hier genau wissen und befragte die Kandidatin und den Kandidaten zu ihrer Sicht auf den Radverkehr in Eppstein. Hier die Ergebnisse. Die im Wortlaut vollständigen Antworten finden Sie im Netz unter www.adfc-hessen.de/eppstein2019.pdf .

Frage 1: Wie beurteilen Sie die Rolle des Radverkehrs im Modal Split?

Alexander Simon, CDU: Den Radverkehr sehe ich als wichtige Komponente. Dabei werden die Radwege nicht nur für die Freizeitverkehre genutzt. Auf regionaler Ebene unterstütze ich die Idee der Schaffung von Schnellradwegen.

Nadja Gneupel, FDP: [Es] kann noch nicht davon gesprochen werden, dass das Fahrrad im Modal Split die Rolle einnimmt, die es einnehmen könnte und sollte. […] Daraus ergibt sich der Gestaltungsauftrag, sehr genau zu eruieren, was die Stadt tun kann, um das Umsteigen aufs Rad zu befördern.

Frage 2: Welche Maßnahmen für den Fahrradverkehr beabsichtigen Sie in Eppstein in den nächsten vier Jahren umzusetzen?

Alexander Simon, CDU: Als wichtigstes Vorhaben sehe ich die Schaffung einer Rad- und Fußwegeverbindung zwischen Eppstein und Bremthal. […] Auf der Agenda steht auch die Neuanlage eines Rad- und Fußweges entlang der Wildsächser Straße in Bremthal. Die Radwegeanbindung von Eppstein nach Lorsbach unterstütze ich. [...] Schließlich gilt es den Rad- und Fußweg in Verlängerung der Eppsteiner Straße in Niederjosbach zu erneuern. Am Stadtbahnhof Eppstein sind bereits erfolgreich Boxen für Elektrofahrräder installiert worden. Da die Nachfrage groß ist, möchte ich das Angebot am Stadtbahnhof ausweiten und auch an den Haltestellen in Bremthal und in Niederjosbach Fahrradboxen installieren. Bei der anstehenden Überarbeitung der Stellplatzsatzung werden Fahrradstellplätze einen noch größeren Stellenwert einnehmen.

Nadja Gneupel, FDP: Der FDP-Stadtverband Eppstein hat (auf meine Initiative hin, weil ich das Landesprogramm kenne) angeregt, dass sich Eppstein an „Radfahren neu entdecken“ beteiligt und darum bewirbt, dass auch hier die Pedelecs des Landes zum Ausprobieren angeboten werden. […] Es gilt vor allem, die Planung bzw. Umsetzung von Radwegen, welche im Verkehrskonzept des Main-Taunus-Kreises enthalten sind, in den nächsten Jahren voranzubringen. Hier ist z.B. die Verbindung vom Eppsteiner Bahnhof zum Bremthaler S-Bahn-Halt entlang der B 455; die Verbindung an der L 3017 zwischen Bremthal und Wildsachsen; die Verbindung von Bremthal Richtung Naurod, also westlich der Unterführung entlang der B445 bis zum Kreisverkehr B455/L3028. Um nur einige zu nennen.

Frage 3: Welche besonderen Chancen und Probleme sehen Sie für den Radverkehr in Eppstein?

Alexander Simon, CDU: […] Mit einer guten Infrastruktur werden in Zukunft noch mehr Menschen auf das Fahrrad als Fortbewegungsmittel umsteigen. Die Topografie und unsere fünf Stadtteile schätze ich als Herausforderung und als Chance zugleich ein. Im Freizeitbereich nimmt das Fahrrad in unserer Stadt einen vorderen Platz bei den Aktivitäten ein.

Nadja Gneupel, FDP: […] Vielleicht lässt sich als Teil von touristischer, auch sport-touristischer Vermarktung des Standorts Eppstein daran denken, die oben eher als Problem beschriebene Topografie in eine Chance umzumünzen.[…] Ein weiterer Schritt könnte sein, mehr Kinder für das Fahrradfahren zu begeistern. Hier gilt es, Kindern in Schulen und Kitas das Radfahren schmackhaft zu machen und hoffentlich auch die Anzahl der Elterntaxis zu reduzieren. [...]

Am 08.04. hatte der ADFC im Rahmen eines Sonder-ADFC-Treffs die Bürgermeisterkandidaten zu einem Treffen in die Wunderbar Weite Welt eingeladen, insgesamt 13 Teilnehmer kamen zu dem Treffen, darunter die beiden Kandidaten. Es wurden engagiert die verschiedenen Themen in Hinblick auf den Radverkehr besprochen und die Kandidaten haben die Wünsche der Radler zur Kenntnis genommen.

Dr. Holger Küst, 1. Sprecher des ADFC Hofheim, Eppstein, Kriftel

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