31 Bushaltestellen im Stadtgebiet barrierefrei umgerüstet

Zwei Bushaltestellen in der Freiherr-vom-Stein Straße Höhe Wiesbadener Straße: Die Haltestelle rechts wurde 2022 umgebaut, links 2018. Kinder der Comenius-Schule bemalten die Stützmauer. Foto: Stadt Eppstein

Im Stadtgebiet von Eppstein wurden bereits 31 Bushaltestellen barrierefrei umgerüstet. Seit dem Jahr 2009 ist die Fachabteilung „Tiefbau & Bauhof“ der Stadtverwaltung dabei aktiv und lässt Bushaltestellen im Zusammenhang mit Straßensanierungsarbeiten umbauen.

Demnächst drei weitere Haltestellen in Niederjosbach: 2023 und 2024 sollen die beiden Haltestellen im Zeilring und die Haltestelle in der Obergasse umgebaut werden. Noch ausstehend ist dann der Umbau von drei weiteren Haltestellen: in der Bezirksstraße in Niederjosbach, an der B 455 in Höhe der Fischbacher Straße in Eppstein und Am Eibenhang in der Waldallee. Die Bushaltestelle an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Vockenhausen ist in Trägerschaft des Main-Taunus-Kreises. Auch dort ist eine Umrüstung vorgesehen.

Nach dem Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG) muss im öffentlichen Personennahverkehr Barrierefreiheit herrschen. Die Barrierefreiheit bei Bushaltestellen sieht ausreichend breite Wartefläche vor. In einigen Fällen wird deshalb die Bushaltestelle in die Fahrbahn vorgezogen. Weiterhin werden Leitstreifen und 22 Zentimeter hohe Bordsteine errichtet. Die Umgebung ist entsprechend anzupassen und zu nivellieren. Die Anhebung der Ein- und Ausstiegszonen ermöglicht ein ebenerdiges Ein- oder Aussteigen. Kanten und Hinderungen werden beseitigt und Überquerungshilfen angelegt: Die Bordsteine werden dort auf das Niveau der Fahrbahn abgesenkt, um eine Überquerung mit Gehhilfen oder Rollstühlen zu erleichtern.

„Die Stadt Eppstein möchte die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln im Stadtgebiet attraktiver gestalten,“ so Bürgermeister Alexander Simon. Mit Blick auf die topographische Lage in Eppstein mit seinen bis zu 20 Prozent steilen Straßen ist dies eine besondere Herausforderung.

Die Umbauten werden finanziell gefördert. Grundlage sind das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) und das Finanzausgleichsgesetz (FAG). Bis zu 80 Prozent anrechenbarer Kosten können gefördert werden.

Umbau bei Straßenbaumaßnahmen

Im Zusammenhang mit der Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs in Niederjosbach 2009 und der Sanierung der Bahnstraße wurden dort bereits vier barrierefreien Haltestellen errichtet. Zudem ließ der Main-Taunus-Kreis die beiden Haltestellen an der Comenius-Schule umbauen. Im Rahmen der Sanierung der Hauptstraße in Vockenhausen wurden dort sechs Haltestellen im Jahr 2014 entsprechend umgebaut. Bei der Umgestaltung des Stadtbahnhofes Eppstein wurde die Haltestelle im Jahr 2015 barrierefrei neu errichtet. Und bei der Erschließung des Gewerbe- und Industriegebietes Eppstein West in Bremthal wurden dort zwei weitere barrierefreie Haltestellen errichtet, 2021 zwei barrierefreie Haltestellen in der Niederjosbacher Straße. 17 Bushaltestellen sind so im Zusammenhang mit Sanierungs- oder Erschließungsarbeiten barrierefrei ausgebaut worden.

Eigenständiger Haltestellenausbau

Seit dem Jahr 2017 werden die Bushaltestellen im Stadtgebiet auch eigenständig, also ohne eine Sanierungs- oder Erschließungsmaßnahme barrierefrei geplant und umgebaut: 2017 zwei Bushaltstellen in der Königsteiner Straße in Ehlhalten und eine in der Lorsbacher Straße in Eppstein. 2018 erfolgte in Bremthal der barrierefreie Ausbau von zwei Haltestellen im Hessenring, einer Haltestelle in der Freiherr-vom-Stein-Straße und zwei Haltestellen in der Wilhelm-Reuter-Straße (Waldallee). Im Jahr 2020 wurden zwei Haltestellen im Valterweg und eine Haltestelle in der Waldallee barrierefrei ausgebaut und eine Bushaltestelle auf der B 455 in Höhe des Gewerbegebietes West in Bremthal. 2022 wurden die Bushaltestelle Freiherr-vom Stein-Straße Nord und die Bushaltestelle „Am Eibenhang“ in der unteren Waldallee in Bremthal umgebaut – also weitere 14 Haltestellen.EZ

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