So wiegte das Publikum mit erhobenen Händen von links nach rechts, mimte Blätterrauschen, auch Käuzchenrufe waren zu vernehmen – mit dieser Animation hatte die Dramatische Bühne das Publikum schon eingefangen und das Verwirrspiel um Liebe, Verwechslung, Schabernack und Gehorsam nahm seinen Lauf.
Festspielorganisatorin Christine Baum zieht ein positives Resümee: „Die Vorstellungen waren gut besucht, das Wetter meist sommerlich-warm. Nur die am besten besuchte Veranstaltung der Opera Classica fand ein jähes Ende wegen drohender Regenwolken (s. Bericht auf S. 9).
Zum Finale Shakespeare
Das Frankfurter Ensemble ist bekannt für seine moderne Bearbeitung von Klassikern, die mit viel Komödiantik und Tempo dargeboten werden – freie, bisweilen anzügliche Textpassagen wechseln mit Originalzitaten aus Shakespears „Sommernachtstraum“. Die fünf Schauspielprofis – Thorsten Morawietz (Elfenkönig, Vanelli, Coldini und Regie), Sebastian Huther (Diener Puck), Sarah Kortmann (Viviane, Lygia), Simone Greiß (Elfenkönigin, Pizorra) und Alexander Stoll (Pintonius) – schlüpften in atemberaubendem Tempo in wechselnde Rollen und Kostüme und verstanden es geschickt, das magische Liebeskarussell, das durch einen verhängnisvollen Zaubertrank völlig durcheinander geriet, auf den verschiedenen Ebenen von Burg Eppstein in Szene zu setzen.
Das Publikum belohnte die Aufführung am lauen Sommerabend mit anhaltendem, stehendem Applaus.jp




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