Harfe, Gesang und sogar zwei Uraufführungen

Ulrike Drommeshauser (li.) begleitet Angela Stieball (re.) bei ihrem Auftritt. Foto: Jonas Schönian

Auf kleine „Familieninseln“ – also kleine Stuhlgruppen pro Familie – aufgeteilt, kamen rund 60 Besucher der Musikschule Eppstein-Rossert in den Genuss des Schülerkonzerts am vergangenen Sonntag.

„Wir haben ausschließlich Familienangehörige der Musikerinnen und Musiker eingelassen – sonst wären es für die Corona-Auflagen zu viele Menschen gewesen“, erklärte Katharina Kirschner, die Büroleiterin der Musikschule. „Vor Corona hatten wir im Saal meist 100 Besucher und mehr“, fügte sie hinzu.

Im Mittelpunkt der rund 90-minütigen Veranstaltung standen 21 Lehrer und Schüler aller Altersgruppen der Eppsteiner Musikschule. Sie alle sorgten für viele besondere Momente und eine Achterbahnfahrt der Gefühle: So war die achtjährige Sophie Grebner an der Harfe „einfach umwerfend“ – so die Kommentare der Besucher und aller Beteiligten. Einige weitere Stücke sorgten für Tränen, andere für Freude, wiederum andere, wie das Countrystück „Sixteen Tons“ von Merle Travis (gespielt von Elvis Omicevic am Schlagzeug und David Tröscher mit Gitarre und Gesang) sorgten für rhythmisch wippende Füße und Köpfe.

Sogar Uraufführungen gab es: Niklas Lederer schrieb ein Klavierstück zu Theodor Fontanes „Die Brücke am Tay“, welches er mit seiner Mutter Kornelia Lederer als Sängerin gekonnt und theatralisch umsetzte. Auch Natalie Schwarzer schrieb eine Melodie zu einem Text aus Fontanes Feder: Die Ballade „Das Amphitheater“ wurde fast schon Musicalartig von Christine Apel am Klavier und Christoph Apel, Gesang, umgesetzt.

Buntes Musikprogramm großartig gespielt

Die 22 Stücke boten vielfältige Unterhaltung und waren sorgfältig aus unterschiedlichen Genres wie Klassik, Pop, Country, Jazz und Musical gewählt. Gemeinsam war allen Beiträgen: Sie wurden großartig umgesetzt. Das sah das Publikum genauso, so wurde nach jedem Stück laut applaudiert und nach dem Konzert noch angeregt darüber gesprochen.

Katharina Kirschner und Schulleiterin Gesche Wasserstraß waren sich einig: „Das war eines der besten, wenn nicht gar das beste Konzert in der Musikschule – als hätten alle die Coronazeit genutzt und beim Üben richtig Gas gegeben.“ Wasserstraß schwärmte: „Ich könnte nicht sagen, wen ich heute am besten fand. Es war einfach sagenhaft!“ Als einzigen Wermutstropfen bedauerte sie, dass das Konzert nicht aufgezeichnet wurde. Besonders für die zwei Eigenkompositionen soll das nachgeholt werden. Sie werden in den kommenden Wochen aufgenommen und veröffentlicht.

Mit Vorfreude blickt Wasserstraß aufs nächste Jahr: „Dann feiern wir unser 50-jähriges Bestehen. Das wird großartig – sofern uns Corona keinen Strich durch die Rechnung macht – aber das wird schon!“

Die Corona-Einschränkungen sind auch für die Musikschule nach wie vor präsent: So sind die Gruppen für musikalische Früherziehung auf 10 statt 18 Kinder begrenzt. Einige Kindergärten und Schulen lassen die Früherziehung in ihren Räumen noch nicht wieder zu. „Das führt dazu, dass unser Haus ziemlich ausgebucht ist“, sagt Gesche Wasserstraß. Dankbar sei sie für die vielfältige Unterstützung, die die Musikschule durch die schwere Zeit gebracht habe.js

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