Volkstrauertag – Mahnung zum Frieden

Ortsvorsteher Guido Ernst am Mahnmal auf dem Bremthaler Friedhof.Foto: S. Pawlitzky

Zum Volkstrauertag legten die Ortsvorsteher am vergangenen Sonntag ohne öffentliche Kundgebung Kränze an den zentralen Gedenkstätten in den Friedhöfen ab. Guido Ernst übernahm die Aufgabe in Bremthal.

In Alt-Eppstein nahm Inge-Lore Steinmetz als Vorsitzende des VdK Eppstein am Gottesdienst in der Talkirche teil. Dort erinnerte Pfarrerin Heike Schuffenhauer an das Grauen der Kriege. Dass der Stadtteil auf einen Kranz zum Gedenken an die Opfer der Kriege verzichtet, bedauert die VdK-Vorsitzende sehr und möchte das im kommenden Jahr wieder ändern.

Für den stillen Volkstrauertag 2020 haben sich die fünf Ortsvorsteher, Guido Ernst, Michael Kilb, Henning Quitzau, Norbert Ruff und Andrea Sehr, auf einen gemeinsamen Text zum Totengedenken verständigt. Sie erinnern darin an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker und gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Sie gedenken der Menschen, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

Sie erinnern an Menschen, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Ihre Trauer gilt den Opfern der aktuellen Kriege und Bürgerkriege, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und andere Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

Sie gedenken heute auch derer, die in Deutschland durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind.

Zum Schluss heißt es in der gemeinsamen Erklärung: „Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten und teilen ihren Schmerz.

Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“

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