Juliane Rödl, DRK-Seniorenberaterin für Eppstein, und Gaby Gerdau, Leiterin des DRK Cafés, organisierten den Besuch gemeinsam. Schon beim Betreten des Raumes zeigte sich die Wirkung tiergestützter Arbeit: Bentje bewegte sich ruhig zwischen den Gästen, suchte freundlichen Kontakt und ließ sich geduldig streicheln. Viele der rund 20 Besucher öffneten sich, erzählten von ehemaligen Haustieren oder kamen über gemeinsame Erinnerungen ins Gespräch. „Tiere begegnen jedem Menschen ohne Vorurteile. Genau das öffnet Türen“, erklärte Paetow-Meyer.
Ein spielerisches Element brachte zusätzliche Aktivierung: Bentje „spielte“ mit den Gästen ein Memory mit Bildern bekannter Stars. Sofort entstanden lebhafte Gespräche über Filme und Musik – und ein heiterer Moment, als eine Dame lachend meinte, Bentje habe eine Ähnlichkeit mit Rudi Völler.
Die Therapiehundearbeit, für die eine einjährige Ausbildung und ein Wesenstest Voraussetzung sind, verfolgt klare Ziele: Entspannung, Sprachförderung, Bewegungsanregung und seelische Unterstützung.
Bentje ist zudem an Rollatoren und Rollstühle gewöhnt und wird auch in einer Pflegeschule in Wiesbaden eingesetzt, wo Paetow-Meyer als Dozentin arbeitet, etwa zur Unterstützung bei Prüfungsangst oder Lernschwierigkeiten. „Ein Hund erreicht Menschen oft dort, wo Worte nicht mehr ankommen“, sagt Jutta Paetow-Meyer.
Der Nachmittag im Seniorencafé zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll tiergestützte Begegnungen auch für ältere Menschen sind: Sie fördern Kommunikation, wecken Erinnerungen und schenken spürbar Leichtigkeit. „Ein Besuch, der noch lange nachwirkt“, waren sich Rödl und Gerdau einig.

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