In der Schule wird nicht nur gelernt, sondern auch viel gelacht

Die R10b feiert auf dem Schulhof jubelnd ihren Schulabschluss. Die Wasserbälle waren ein Geschenk ihrer Lehrerinnen.

Sie …

… wollen entweder weiter zur Schule gehen oder eine Ausbildung beginnen – von den 100 Jugendlichen, die in diesem Jahr ihre Schullaufbahn an der Freiherr-vom-Stein-Schule beenden, haben die meisten eine klare Vorstellung, was sie nach den Sommerferien machen wollen: 15 der 23 Hauptschulabsolventen haben einen qualifizierenden Hauptschulabschluss, zwölf haben sich für weiterführende Schulen beworben, acht Schüler wollen direkt eine Ausbildung machen. Zu ihnen zählen der 15-jährige Sascha aus Bremthal, der Schlosser werden will, und George aus Niederjosbach, der einen Ausbildungsplatz als Kfz-Mechatroniker hat. Klassenkamerad Julian ist noch unschlüssig: Eine Ausbildung zum Chemikanten oder zum Erzieher könnte er sich vorstellen. Und Leon aus Langenhain beginnt eine schulische Ausbildung an der Glasfachschule in Hadamar.

Ihre Schulzeit sei trotz Corona ganz gut gelaufen, zieht Leon Bilanz, auch dank der Unterstützung der Lehrer. Immerhin habe man dieses Jahr wieder eine Abschlussfahrt machen können. Sie führte die Klasse nach Hamburg.

Rektor André Roselt zeichnete bei der Abschlussfeier die Jahrgangsbesten aus und rief für den Hauptschulzweig Nooralzahraa Alfadhel mit einer Abschlussnote von 1,7 auf und Sascha Zaitler, der vom Förderverein für seine besonders positive Entwicklung ausgezeichnet wurde.

Von den 50 Realschülern haben 36 einen qualifizierenden Realschulabschluss, 17 Jugendliche wollen eine Ausbildung beginnen, die anderen eine weiterführende Schule besuchen, einige planen einen Auslandsaufenthalt. Drei haben sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr beworben. Jan Marbach wurde mit der Note 1,4 zum Jahrgangsbesten der insgesamt 50 Realschüler gekürt und Luna Aron mit 1,5 zur Klassenbesten der R10b. Die junge Eppsteinerin wurde außerdem von ihrer Klasse zusammen mit Finn Gissel für ihr besonderes soziales Engagement ausgezeichnet. In der R10a erhielt Mohammad „Puya“ Safaei die Auszeichnung des Fördervereins für soziales Engagement.

Luna wurde auf dem Hof begeistert von den Eltern und ihren drei älteren Geschwistern empfangen. Sie spielt schon von klein auf bei der TSG Eppstein Handball und will zusammen mit ihren Freundinnen Gabriella und Amina das Abitur machen.

Von den 29 Gymnasiasten nahmen 28 ihr Versetzungszeugnis für die Oberstufe entgegen. Ihre Versetzung ist mit dem Realschulabschluss gleichzusetzen. Jahrgangsbester ist mit einem Notendurchschnitt von 1,07 Frederik Nestvogel. Fast alle Schüler des Gymnasialzweigs wollen an eine Oberstufe oder ein berufliches Gymnasium wechseln.

Es gibt aber auch vier Jugendliche, die den angestrebten Abschluss nicht erlangt haben. Zwei wiederholen die Klassenstufe.

Der kommissarische Schulleiter Christoph Krüger beglückwünschte die Schulabgänger zum ersten Schritt in eine neue Zukunft und gab ihnen als guten Rat auf den Weg: „Ob etwas gut oder schlecht ist, wer weiß das schon.“ Manchmal, so Krügers moralischer Exkurs, kann vermeintlich Schlechtes rückblickend auch einen Nutzen haben.

Kollege Alexander Kayser nahm sichtlich bewegt Abschied von der H9, „meiner ersten eigenen Klasse“ an der Freiherr-vom-Stein-Schule. „Ihr seid aber auch ein Jahrgang, der sehr unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden musste,“ sagte er und erinnerte daran, dass der Kontakt zu den Mitschülerinnen und Mitschülern zeitweise komplett gefehlt habe. „Und dennoch habt ihr eine tolle Entwicklung gemacht. Wir haben viel Spaß gehabt und viel gelacht.“ Sein Kollege Adrian Aron wünschte, „dass ihr euer Potenzial ausschöpft und bei dem, was ihr jetzt anfangt, den zweiten Gang einlegt und Leistung auf die Straße bekommt!“

Die Klassenlehrerinnen der Realschüler Christina Vest und Dorothee Dohm überreichten ihren Schülern zum Abschied außer den Zeugnissen aufgeblasene Wasserball-Globen, als Symbol dafür, dass ihnen nun die Welt offen stehe.

Zur Eröffnung der Abschlussfeier begleitete die Schulband die starke Stimme der jungen Sängerin Laura aus der R5b, die das Lied „Get Lucky“ beeindruckend vortrug. Beim Abschlusssong „It’s my life“, den die Band gemeinsam mit den Abschlussklassen anstimmte, waren viele Eltern sichtlich bewegt.bpa

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