Das neue Domizil der Vockenhäuser Vereine ist fertig

Jürgen Krämer, Thomas Eichelberg, Jürgen Menke, Ernst Wilms, Waltraud Horn und Frank Förster trugen Tische und Stühle in den neuen Vereinsraum. Fotos: Beate Palmert-Adorff

Endlich ein Domizil: Sechs Helfer trafen sich am Samstagvormittag im neuen Vereinsraum im Rathaus I in Vockenhausen, um Tische und Stühle einzuräumen und die wochenlangen Renovierungsarbeiten zu beenden. Auf die neuen Lampen ist Vereinsringsvorstand Thomas Eichelberg besonders stolz.

Rund 1000 Euro hat der Vereinsring fürs Material ausgegeben. Installiert wurden Deckenlampen und dimmbare Strahler in Eigenregie. Die neue Farbe für die Wände, ein warmes Rostbraun, spendete Malermeister Udo Glöckner, Tische und Stühle erhielt der Vereinsring vom Wirt der ehemaligen Gaststätte „Zum Taunus“. Die Vockenhäuser Hexen reinigten sie nicht nur von einer dicken Staubschicht, sondern bezogen in einem mehrstündigen Arbeitseinsatz knapp 50 Stuhlpolster mit einem hellen Polsterstoff.

Einziger Mangel: Einer der beiden angrenzenden Lagerräume ist immer noch feucht, obwohl die Stadt vor Monaten schon eine Lücke abdichten ließ. Über dieser Stelle treffen die Abläufe von zwei höher gelegenen Dächern aufeinander und werden in einem Fallrohr zusammengeführt. In den kommenden Tagen steigen die Handwerker noch einmal aufs Dach, um die undichte Stelle von außen zu versiegeln, versicherte das Bauamt.

Im neuen Nutzungsvertrag zwischen Vereinsring und Stadtverwaltung ist festgehalten, dass der Vereinsring den Raum sowie die Rathaustoiletten nach 16 Uhr nutzen darf. Während der Arbeitszeit der Verwaltung behält sie sich vor, den Raum für Besprechungen selbst zu nutzen. Allerdings, so Eichelberg, würden die Termine vorher abgestimmt.

Einen der beiden Lagerräume des neuen Versammlungsraums erhält der Gesangverein Sängerbund. Auf engstem Raum verstauten dort am Samstag der zweite Vorsitzende Ernst Wilms, Helfer Gerhard Krämer, die Kassierer Jürgen Menke und Frank Förster ein gut 100 Jahre altes Buffet, zwei üppig mit geschnitztem Zierrat versehene Gedenktafeln an Opfer der beiden Weltkriege, zwei Notenschränke, kistenweise Pokale und Auszeichnungen sowie ein großes und ein kleines Klavier. Bisher waren ihre Utensilien notdürftig in einer Garage untergebracht. „Insofern ist das eine deutliche Verbesserung“, waren sich die Sänger einig. Die beiden Chöre proben unterdessen weiterhin in der St. Jakobus-Kirche, weil sie jeweils für den gesamten Männer- oder Frauenchor Platz bietet. Im Vereinsraum können sich maximal zehn Sänger und ein Chorleiter treffen.

Die Freude über den neuen Treffpunkt war nicht ungetrübt: „Jetzt haben wir endlich einen Raum, können ihn aber nur sehr eingeschränkt nutzen“, brachte es Waltraud Horn, die zweite Vorsitzende des Vereinsrings, auf den Punkt. Auch die Sänger haben noch keinen Termin für ihr Projekt „Ab in den Süden“ festgelegt. „Vielleicht machen wir daraus ein Freiluftkonzert im nächsten Sommer“, verrät Wilms. Da vermutlich auch der Auftritt des Frauenchors im Adventsgottesdienst ausfällt, überlegt der Chor stattdessen zum Adventssingen am Rathausbrunnen einzuladen.

Normalerweise bietet der ehemalige Versammlungsraum der Feuerwehr im Untergeschoss des Rathauses Platz für etwa 45 Besucher, in Corona-Zeiten dürfen ihn maximal elf Personen gleichzeitig betreten, damit der Abstand gewahrt ist. „Zum Glück können wir ihn gut lüften“, bleibt Eichelberg optimistisch und fügt hinzu: „Jetzt haben wir einen Ansporn, um uns Gedanken über ein Corona-Konzept für den Raum zu machen.“

Von den im Vereinsring vertretenen Vereinen haben TSV und Sportfreunde eigene Vereinsräume, die Vockenhäuser Hexen, die Humoristen und die Sänger können sich dort nun zumindest in kleinen Gruppen treffen. Eichelberg hofft, „dass es bald einen Impfstoff und Corona-Schnelltests gibt und wir dann auch wieder Versammlungen oder Feiern organisieren dürfen“. Der Raum ist ebenerdig und damit auch für Menschen mit Behinderungen gut zu erreichen. Aber viele Mitglieder, vor allem die älteren, so Eichelberg, scheuen sich noch, Veranstaltungen zu besuchen,

Der Raum ist mit einer Leinwand ausgestattet und eröffnet die Möglichkeit, Filme oder Fotos zu zeigen. Der Tresen biete Platz für Gläser und Vorrichtungen für Kühlschrank und Spülmaschine, sagt Eichelberg, allerdings müssen die Vereine für diesen Luxus erst wieder Geld ansparen. Dafür wären Einnahmen aus Veranstaltungen nötig. bpa

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