Lernen mit der Natur auf dem Schulacker

Auf dem Gruppenfoto mit dem Transparent der Gemüseackerdemie sind zu sehen (v.li.): Anna-Lena Heller, Jessica Nowotka, Lucas Herzog, Dorothea Temeschinko, Heiner, Luca Hohmeister, Shenad, Luca Kistinger, Nicolas, Levin, Tom und Martin Alberts.Foto: Caren Lewinsky

Die Freiherr-vom-Stein-Schule mobilisierte diesen Montag Realschüler von der sechsten bis zur zehnten Klasse im Schulgarten hinter dem multifunktionalen Sportplatz, kurz „Multi“ genannt, für eine Pflanzaktion. Die „Gemüseackerdemie“

hat es sich zum Ziel gemacht, Kindern die Wertschätzung für Natur und Lebensmittel nahezubringen sowie Nachhaltigkeit durch Bildung zu vermitteln. Ohne das Engagement von Haupt- und Förderpartnern würde es die Gemüseackerdemie, ein Bildungsprogramm für Schulen, nicht geben. Der Hauptsponsor ist die AOK, die 50 Prozent der finanziellen Mittel zur Verfügung stellt.

Martin Alberts, Mitglied des BUND Eppstein, unterstützt die Arbeitsgruppe der Gesamtschüler schon seit 18 Jahren ehrenamtlich und stand auch diesmal wieder mit Rat und Tat zur Seite. Der Schulgarten samt Gemüsebeet wurde seinerzeit von Alberts angeregt.

Dorothea Temeschinko, Gymnasiallehrerin in den Fächern Mathe und Deutsch, leitet die Schulgarten AG, die meisten Realschüler sind im Schulgarten im Rahmen eines Wahlpflichtfachs aktiv. Zwei Kinder nehmen im Rahmen der Schulgarten AG teil.

Temeschinko ist glücklich über die große Anzahl der Kinder, da im ersten Jahr des Lockdowns kein Kind im Schulgarten arbeiten durfte und sie die Beete alleine mit Martin Alberts bewirtschaftete. Voriges Jahr durften schon wieder einige Schüler teilnehmen. Zur aktuellen Pflanzaktion meldeten sich rund 15 Schülerinnen und Schüler an. Sie hatten bereits in den vergangenen Arbeitsstunden die Beete umgegraben und mit Mulch bedeckt. So war am Pflanztag bereits alles vorbereitet, damit die unterschiedlichen Salat- und Gemüsesorten gepflanzt oder gesät werden konnten.

Temeschinko hatte sich in einer Fortbildung über die richtige Fruchtfolge oder die Zusammensetzung von Pflanzgruppen informiert, damit die Pflanzen die Mineralien im Boden optimal nutzen können. Aus einem Korb verteilen Jessica Nowotka und Anna-Lena Heller unterschiedliche Sorten wie Pflücksalat, Mangold, Knollensellerie, Stangensellerie, Lauchzwiebeln Kohlrabi, Möhren, Schwarzwurzeln, Pastinaken und Zuckererbsen. Nowotka, Regionalkoordinatorin der „Gemüse Ackerdemie“, und Heller unterstützen gemeinsam ehrenamtlich 60 Schulen und Kindergärten im Rhein-Main-Gebiet. „Die Freiherr-vom-Stein-Schule war eine der ersten Schulen, die sich angemeldet hatten“, so Nowotka.

Zusätzlich werden an diesem Tag Himbeerpflanzen, Bienensträucher, Schmetterlingsstauden gesetzt und die Kräuterspirale bepflanzt. Für Kürbis und Tomate sind die Nächte noch zu kalt, sie kommen in einer nächsten Aktion in die Erde.

Temeschinko würde gerne die geernteten Kräuter und das Gemüse gemeinsam mit den Jugendlichen zubereiten und essen. Allerdings weiß sie noch nicht, ob die Hygienevorschriften dies in den kommenden Monaten zulassen. Wichtig sei ihr, zu vermitteln, dass die Schüler durch die praktische Arbeit, das Beobachten des Pflanzenwachstums und die eigene Ernte Lebensmittel wertschätzen lernen. ccl

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