Küchenplanung für den Juchhebau

Burgschauspieler Benjamin Peschke, Architekt Alwin Dörr und Küchenplanerin Kerstin Schluschein der Juchhe Küche.Foto: privat

Die Burgschauspieler sind vorsichtig optimistisch, dass ihr Vereinsraum auf dem Grund des historischen „Juchhe“-Baus auf der Burg doch noch in absehbarer Zeit fertig wird. Nach über zweijähriger Baupause ist inzwischen die problematische Dachkonstruktion abgedichtet.

Nur noch die Dachbegrünung fehlt. Die Glasfront wurde mit Abschlussleisten ans denkmalgeschützte Mauerwerk angepasst und das Mauerwerk, wo nötig verfugt. Vor allem aber geht es nun auch mit dem Innenausbau voran.

Ihre letzten Ersparnisse über rund 25 000 Euro haben die Burgschauspieler inzwischen investiert. Vor einigen Tagen waren sie mit einer Planerin für Gewerbeküchen im Gebäude, um die Lage der Anschlüsse festzulegen. Auch Wasserleitung und Entwässerung sind vorbereitet. Die Elektroleitungen samt Leerrohren werden in Eigenleistung verlegt: Burgis-Techniker Tim Reinhardt will damit in den nächsten Tagen beginnen.

„Als nächstes müssen wir überlegen, wo die Heizkörper aufgestellt werden und müssen die Anschlüsse vorbereiten“, sagt Alwin Dörr. Der frühere Stadtarchitekt ist vorübergehend aus dem Ruhestand zurückgekehrt und hat zusammen mit Stefanie Münch vom Bauamt die Bauleitung für die Juchhe übernommen. Zu seinen Aufgaben gehört auch, die Kalkulation der Kosten für den noch anstehenden Ausbau für den Darlehensvertrag, den die Stadt den Burgschauspielern, wie berichtet, anbieten will, damit das Projekt fertig wird. Auf rund 115 000 Euro schätzt Dörr die Kosten für die restlichen Arbeiten.

Die Bodenplatten aus Beton sind bereits bestellt. Statt eines Estrichs, werden Platten auf einem Kiesbett verlegt, damit das historische Pflaster erhalten bleibt. Auch das Sichtfenster liegt schon bereit, das im Boden der Juchhe eingelassen werden soll, damit ein Teil des historischen Pflasters sichtbar bleibt. Jetzt hoffen die Burgschauspieler auf ein positives Signal aus Finanzausschuss und Stadtverordnetenversammlung, damit sie weiterarbeiten können. Laut Dörr könnten die Bauarbeiten Ende des Jahres abgeschlossen sein und die Burgschauspieler im Frühjahr den Raum benutzen.

Der Neubau im historischen Mauerwerk birgt noch weitere Tücken. So wurde im Fluchtweg zwischen Juchhe und Mainzer Keller ebenfalls historisches Pflaster entdeckt, das erhalten werden muss und die Planung für den Zugang zur Juchhe und den Übergang zum Ostzwinger erschwert. Die Stadt möchte es außerdem zumindest teilweise sichtbar lassen. Allerdings hat die Sanierung des Turms Vorrang. bpa

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