Krötenwanderung und Wildunfall

Jetzt sitzen und hüpfen sie wieder nachts auf den Straßen: Kröten und Frösche auf dem Weg zu ihren Laichplätzen. Foto: pixabay.com

Die Natur ist rund zehn Tage früher dran als üblich. Das Wetter ist ungewöhnlich mild. Das wirkt sich auch auf die Tierwelt aus. So erwachen derzeit auch einige Amphibien früher als sonst aus dem Winterschlaf, den sie in frostfreien Verstecken überdauert haben.

Zwischen Mitte Februar bis Anfang Mai sind sie unterwegs. Fast immer mit dem gleichen Ziel: Das Laichgewässer, dem sie selbst entstiegen sind. Der Grasfrosch beispielsweise ist sehr früh unterwegs. Am häufigsten jedoch ist die Erdkröte zu sehen. Sie legt sogar Strecken bis zu drei Kilometer zurück, um zu ihrem Laichplatz zu gelangen. Dort treffen die Tiere auf Artgenossen und pflanzen sich fort.

Hinweisschilder weisen darauf hin, wo die Tiere besonders zahlreich anzutreffen sind. Wer die Geschwindigkeit beim Autofahren vor allem in der Dämmerung und nachts anpasst, kann die Amphibien auf der Straße frühzeitig erkennen und bestenfalls um sie herumfahren. Daneben bieten Umweltverbände wie der NABU die Möglichkeit, aktiv am Amphibienschutz teilzunehmen. In Eppstein kontrolliert und repariert seit etlichen Jahren Kurt Müller den Krötenzaun entlang der L3011 zwischen Vockenhausen und Ehlhalten. Das Dattenbachtal und vor allem der Angelteich sind beliebte Brutstätten von Kröten, Fröschen und Molchen.

Nicht nur Amphibien zeigen sich jetzt häufig am Straßenrand. Auch Wildtiere wie Rehe und Füchse sind oft zu sehen, vor allem während der Dämmerung. Anfang Februar beispielsweise berichtete die Polizei von einem Wildunfall mit einem Reh zwischen Ehlhalten und Oberjosbach. Der Fahrer blieb unverletzt.

Die Polizei empfiehlt Autofahrern, falls sie Wild sehen, das Fernlicht abzublenden und die Geschwindigkeit zu drosseln. Lässt sich ein Zusammenstoß nicht vermeiden, rät die Polizei, den Aufprall vollgebremst auf der Fahrbahn in Kauf zu nehmen. Das sei sicherer, als bei einem Ausweichmanöver von der Fahrbahn abzukommen oder gar mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammenzuprallen. Sollte es zu einem Wildunfall gekommen sein, muss die Unfallstelle mit Warndreieck und Warnblinklicht abgesichert und die Polizei informiert werden – auch wenn das Wild weggelaufen sein sollte. bpa

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