Kinder schickten Wünsche in den Himmel

Andrea Mauer lässt in der Silvesternacht die Luftballons steigen.Foto: privat

In der milden Silvesternacht ließ Andrea Mauer, die Vorsitzende des gerade gegründeten Kindervereins, von einem Parkdeck in Bremthal mit Gas befüllte Ballons in den dunklen Nachthimmel steigen.

Sie flogen hoch über Eppstein, während die Kirchenglocken das neue Jahr einläuteten.

Di Ballons umrundeten Silvesterraketen und wurden vom Wind mitgenommen. Wohin die Reise führte, ist meistens noch nicht bekannt.

13 Kinder und Eltern des „Eppsteiner Kids & Freunde“ Vereins schrieben ihre Neujahrswünsche auf Karteikarten, die laminiert an einem mit Helium befüllten Ballon befestigt steigen gelassen wurden. Schon an Neujahr traf die erste Nachricht über einen der Ballons ein: Er trieb rund 700 Kilometer Luftlinie über die Alpen und ging in einer kleinen Stadt namens Polcenigo im Nordosten Italiens zu Boden. Damit hatte wohl niemand von der Gruppe gerechnet. Auf der Karte am Ballon befindet sich der Name der Facebook-Gruppe „Eppsteiner Kids und Freunde“, sodass die Finderin, Elena Castelli, Andrea Maurer sofort über den Fund benachrichtigen konnte. Es war Finjas (5) und Ronjas (8) Ballon. Beide wünschen sich, wie viele Menschen, das Ende der Pandemie und die Genesung ihrer Großväter, um die sie sich sorgen.

Ein weiterer Ballon wurde rund 100 Kilometer Luftlinie entfernt im fränkischen Dittwar gefunden, einem Ortsteil von Tauberbischofsheim im idyllischen Taubertal.

Umso gespannter warten nun die anderen Absender auf Nachricht, dass auch ihre Karten irgendwo gelandet sind und jemand ihre Nachrichten gelesen hat. Isabella, Inara, Anton, Antwon, Miley und Joy dachten sich ihre Wünsche ganz alleine aus. Die zwölfjährige Hannah notierte, sie wünsche sich, dass die Schulen nicht schließen müssen, die gleichaltrige Joy, dass alle Obdachlosen einen warmen Platz in der Kälte finden. Arne, Vater von Ronja, Finja und Marla, wünscht sich den Weltfrieden, Marie (10) Gesundheit für ihre Familie, Inara (9) Schnee in Frankfurt, Antwon (7) Gesundheit für seine an Leukämie erkrankte Schwester; ausnahmslos alle wünschen sich, dass Corona seine Schrecken verliert.ccl

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