Emmaus: Vier Abende über das „Wir“

Was trägt ein „Wir“? Diese Frage verbindet die vier Abende der Gesprächsreihe „Über Gott und die Welt“ im zweiten Halbjahr 2026.

Wie schon im ersten Halbjahr, nähern sich die Gäste ihr aus sehr unterschiedlichen Perspektiven: Es geht um die Verantwortung der Medien für die Demokratie, um gesellschaftliches Engagement und Stiften, um das Verhältnis Russlands zu Europa und schließlich um die philosophische Frage nach einem verantwortungsvollen Miteinander.

Am Mittwoch, 2. September, spricht Carsten Knop zum Thema: „Eckpfeiler der Demokratie? – Ein kritischer Blick auf die Medien in ihrer Verantwortung für das Wir“. Die Veranstaltung – ursprünglich für Ende Juni geplant, aber wegen der Hitze verschoben – findet um 20 Uhr im Gemeindezentrum Emmaus in der Freiherr-vom-Stein-Straße 24 statt.

Die traditionellen Medien verlieren an Vertrauen – und damit auch an Einfluss. Zwischen wachsender Kritik, politischer Polarisierung und der Konkurrenz durch soziale Netzwerke stellt sich die Frage: Welche Rolle können Qualitätsmedien heute noch für die Demokratie spielen? Carsten Knop stellt sich der Frage, wie die FAZ auf die aktuellen Herausforderungen reagiert. Dabei geht er auf den Umgang mit Fake News, den Vorwurf mangelnder Ausgewogenheit sowie den zunehmend rauen Ton der öffentlichen Debatte ein. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei.

Am Mittwoch, 14. Oktober, kommt Reinhard Ernst: „Gutes tun zum Wohle der Gemeinschaft – Wozu wird man Stifter?“

Reinhard Ernst ist Unternehmer, Kunstsammler und gebürtiger Eppsteiner. Mit seiner Stiftung hat er in Wiesbaden das Museum Reinhard Ernst (mre) für abstrakte Kunst geschaffen, in Eppstein vor einigen Jahren den Neubau der Musikschule finanziert. Bei „Über Gott und die Welt“ spricht er darüber, was Menschen zum Stiften bewegt und welche Verantwortung damit für die Gemeinschaft verbunden ist.

Am Dienstag, 10. November, spricht Andrej Gurkow über: „Für Russland ist Europa der Feind“. Der Journalist und Russland-Kenner Andrej Gurkow arbeitete bis 2025 in der Russischen Redaktion der Deutschen Welle. In seinem jüngsten Buch „Für Russland ist Europa der Feind“ analysiert er das Verhältnis Russlands zu Europa und die dahinterstehende Weltsicht.

Am Dienstag, 24. November, stellt Dr. Robin Wehe „Drei Thesen zu einem verantwortungsvollen Wir“ auf. Dr. Robin Wehe ist Philosoph an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz. Seine Schwerpunkte liegen in der Wirtschaftsphilosophie und der angewandten Ethik. In Eppstein stellt er drei Thesen zur Frage vor, was ein verantwortungsvolles gesellschaftliches Miteinander ausmacht.

Alle Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr im Gemeindezentrum Emmaus, Freiherr-vom-Stein-Straße 24, in Bremthal. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.EZ

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