Chor der Mäuse begeistert in der St. Michael-Kirche

Wenn Katze und Mäuse sich abstimmen, kann daraus ein wunderschönes Musical entstehen – das hat der Kinderchor „Instrument Stimme“ eindrucksvoll in der St. Michael-Kirche Niederjosbach bewiesen.Foto: Jonas Schönian

Wenn Katze und Mäuse sich abstimmen, kann daraus ein wunderschönes Musical entstehen – das hat der Kinderchor „Instrument Stimme“ eindrucksvoll in der St. Michael-Kirche Niederjosbach bewiesen.Foto: Jonas Schönian

In der warmen Akustik der 1928 erbauten St. Michael-Kirche in Niederjosbach fand passend zum Namen das Musical „Mäuse in der Michaelskirche – Ein Spiel mit viel Musik“ von Eric Mayr statt. Die 33 jungen Sängerinnen und Sänger des Kinderchors „Instrument Stimme“

brachten mit ansteckend guter Laune das knapp einstündige Stück auf die Bühne. Seit Februar hatten die Jungen und Mädchen im Alter von fünf bis zwölf Jahren dafür geprobt.

Das Musical erzählt die Geschichte von Mäusen, die in der Kirche – und vor allem in der Orgel ein neues Zuhause finden. Anfangs verläuft alles harmonisch, nur die laute Musik stört die Mäuse. Eines Tages zeigt sich jedoch eine Maus während des Gottesdienstes. Die Gemeinde beschließt darauf, die Kirche nicht mehr zu betreten. Verschiedene Lösungsvorschläge scheitern an hohen Kosten oder mangelnder Umsetzbarkeit, bis schließlich eine Katze als Lösung ins Spiel gebracht wird. Anstatt sie zu jagen, freundet sich die Katze jedoch mit den Mäusen an. Ein humorvolles Stück, das auf charmante Weise über Freundschaft und Gemeinschaft berichtet.

Musikalisch begleitet wurde der Chor von Martin Hublow an der Flöte, Rebekka Herrmann an der Violine, Kirsten Englert am Kontrabass und Thorsten Larbig, der Klavier spielte und auch immer wieder als Erzähler die Handlung kommentierte. Der Kirchenchor St. Michael unter der Leitung von Thomas Ickstadt rundete die musikalische Darbietung ab. Die Gesamtleitung hatte Birgit Schmickler, die unterstützt von Andrea Sehr auch das Konzept erstellte und Regie führte.

Als Zugabe sangen die Kinder das Lied „Wir gehen fort – an einen anderen Ort und finden einen Platz für unsere Mieze Katz“, was beim Publikum sichtlich gut ankam, bevor am Ausgang Spenden gesammelt wurden und sich das gesamte Team zu einem wohlverdienten Essen im benachbarten Gasthof traf.

Der kräftige Applaus am Ende der Aufführung war ein klares Zeichen und die zufriedenen Gesichter des Publikums sprachen Bände: „Hamm ´se gut gemacht!“, lautete der einhellige Tenor der Zuschauer.

„So eine Produktion mit vielen Mäusen kostet auch viele Mäuse“, so Schmickler scherzhaft, „weshalb wir uns über Spenden natürlich sehr freuen“. Diesem Aufruf kamen viele Besucher ohne zu zögern nach, zumal der Eintritt kostenlos war.

Die Veranstaltung war gut besucht, drei Viertel der Plätze waren belegt. Birgit Schmickler war am Ende erleichtert und glücklich: „Wir sind total zufrieden, es ist wirklich gut gelaufen. Trotz einiger Krankheitsfälle während der Proben, waren heute alle da!“ Sie erinnerte sich noch gut an die schwierigen Bedingungen für die Proben für das vorige Stück „Das Schneckenhaus“, das während der Corona-Pandemie einstudiert wurde

Diesmal begannen die Proben für das Musical bereits im Februar, die letzten vier Wochen vor dem Auftritt waren besonders intensiv.

Ein Probetag dauerte etwa drei Stunden, die Generalprobe zwei Stunden, und vor dem Auftritt wurde nochmals 90 Minutenlang geprobt – für die Kinder habe man allerdings die Proben so kurz wie möglich gehalten. Sie probten in ihren jeweiligen Altersstufen und mussten nicht die gesamte Zeit anwesend sein.

Welches Stück als nächstes aufgeführt wird, steht noch nicht fest, neue Sänger sind jedoch bei den Chorproben willkommen:

Die Proben für die Zweit- bis Viertklässler im B-Chor finden dienstags um 15.15 Uhr statt. Danach, von 16.15 bis 17 Uhr, singt der Vorchor für Vorschulkinder und Erstklässler. Der A-Chor für Kinder und Jugendliche ab der 5. Klasse trifft sich projektweise und nach Absprache mit Birgit Schmickler, info[at]birgit-schmickler.de[dot]js

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