5000 Brote für weltweite Bildungsprojekte

Die stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf (li.), Pfarrerin Ivonne Heinrich (re.) und Konfirmanden der Emmausgemeinde, die bei der Aktion „5000 Brote“ und im Gottesdienst der Emmausgemeinde mitwirkten. Fotos: Claudia Hadj Said

Die stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf (li.), Pfarrerin Ivonne Heinrich (re.) und Konfirmanden der Emmausgemeinde, die bei der Aktion „5000 Brote“ und im Gottesdienst der Emmausgemeinde mitwirkten. Fotos: Claudia Hadj Said

Die Aktion „5000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt“ der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) startete am vergangenen Sonntag mit einem Gottesdienst in der Emmausgemeinde Bremthal.

Seit 2012 gibt es diese bundesweite Aktion. Auch der neue Konfi-Jahrgang von Pfarrerin Ivonne Heinrich beschäftigte sich mit der Lebenswirklichkeit von jungen Menschen in anderen Regionen der Welt. Im Gottesdienst gestalteten die Konfis einen szenischen Einstieg, inspiriert von der Erzählung der „Speisung der 5000“ aus dem Johannesevangelium (Joh. 6,1-15) und erlebten selbst das Wunder des Teilens.

In ihrer Predigt nahm die stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf Bezug auf die Geschichte aus dem Neuen Testament: „Sie zeigt, wie Gottes Welt sein kann. Wo Menschen einander sehen, entsteht Gemeinschaft. Wo Menschen darauf vertrauen, dass das was sie mitbringen, etwas wert ist, kann Neues entstehen.“

„Ihr schaut hin,“ sagte Scherf an die Konfis gewandt. „Ihr lernt Jugendliche kennen, die ganz woanders auf dieser Welt leben und unterstützt sie. Daraus entsteht etwas, das größer ist als das, was jeder Einzelne allein hätte schaffen können.“ Scherf betonte, dass die Aktion „5000 Brote“ fragt, was Menschen in anderen Teilen der Welt entwickeln können, um das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen. „Gott sagt: Ich sehe dich. Ich sehe, was in dir steckt. Und ich traue dir etwas zu,“ so die Stellvertretende Kirchenpräsidentin.

Für den guten Zweck backten Konfirmandinnen und Konfirmanden gemeinsam mit Bäckereien vor Ort Brote. Die Spenden aus dem Engagement kommen in diesem Jahr Ausbildungsprojekten in Argentinien und Mosambik zugute.

„Die Aktion ist eine Erfolgsgeschichte, die Handwerk und Kirche zusammenbringt und gleichzeitig jungen Menschen die Chance auf eine bessere Zukunft ermöglicht“, betonte Peter Grohme vom Forum Bildung und Gesellschaft der EKKW. Er berichtete, dass sich bisher etwa 68 800 Konfis mit rund 253 000 Broten an der Aktion „5000 Brote“ beteiligt haben. Über 1,3 Millionen Euro Spenden flossen bislang in Bildungsprojekte. Auch Landesinnungsmeister Claus Becker vom Bäckerinnungsverband Südwest sprach ein Grußwort beim Gottesdienst.

Pfarrerin Ivonne Heinrich und ihre Konfi-Jahrgänge backen seit Beginn der Aktion „5000 Brote“ vor zwölf Jahren regelmäßig. In diesem Jahr beteiligten sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Emmausgemeinde Bremthal und der Kirchengemeinde Diedenbergen mit etwa 85 Broten. „Der Besuch der Backstube der Bäckerei Schießer in Wallau ist immer ein besonderes Erlebnis“, betonte Heinrich. „Hier kommen Natur und Technik zusammen und am Ende stehen wohlduftende Sauerteigbrote.“ EZ

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