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Soziales Ehrenamt war Adolf Mohr † wichtig

Adolf Mohr † 2015 bei der Schlüsselübergabe für den neuen Rettungswagen.Foto: EZ

Den Namen Polar-Mohr verknüpfen die meisten Eppsteiner vermutlich mit innovativen Schneidemaschinen, 500 Arbeitsplätzen in der Region und der Industriegeschichte der Nachbarstadt Hofheim.

Mitgesellschafter Adolf Mohr, der mit seiner Familie seit 1973 in Vockenhausen lebte, starb überraschend am Sonntag vor einer Woche. Adolf Mohr war Leiter des Werks II im Betrieb in Hofheim und setzte sich viele Jahre lang für die Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz in Eppstein ein. Er hinterlässt Ehefrau Ursula, zwei erwachsene Kinder mit deren Partnern und vier Enkel. Am vergangenen Sonntag wäre er 73 Jahre alt geworden. Noch heute befindet sich das 1906 von Adolf Mohr sen. gegründete Unternehmen in der Hattersheimer Straße in Hofheim im Privatbesitz der Familien Mohr.

Den DRK-Ortsverein Eppstein leitete Mohr seit fast 30 Jahren. Der frühere Bürgermeister Richard Hofmann warb den Unternehmer 1990 als Nachfolger für dieses Amt. „Hilfe funktioniert nur, wenn wir uns selbst helfen“, sagte Mohr einmal auf die Frage, warum er den Vorsitz übernommen habe. Die ehrenamtliche Arbeit verstand er als soziale Verpflichtung.

Der Tod ihres langjährigen Vorsitzenden habe die DRK-Mitglieder sehr getroffen, sagt DRK-Kreisgeschäftsführer Stephan Racky, selbst Eppsteiner und Bereitschaftsleiter des DRK Eppstein: „Mit Adolf Mohr hatten wir einen Vorsitzenden, der als Mensch und Persönlichkeit weit über Eppstein hinaus bekannt war“. Racky erinnert sich an Mohr als einen ruhigen Menschen, der sich intensiv für die Entwicklung des DRK-Vereins einsetzte. „Er ist auf jede Idee der Mitglieder eingegangen, hat jede Anregung der Aktiven ernst genommen und hat das DRK Eppstein auch durch schwierige Zeiten geführt“, sagt Racky.

In Mohrs Amtszeit, so Racky, fiel der Umzug in die Niederlassung in der Hauptstraße mit der Beratungsstelle, die Eröffnung des DRK-Ladens in Alt-Eppstein und die Mitgliedschaft in der DRK-Familiendienste gGmbH im MTK, die die DRK-Kinderkrippe Zwergenburg betreibt. Racky berichtet, dass Mohr beim letzten Telefonat wenige Tage vor seinem Tod begeistert war über die Meldung in der Eppsteiner Zeitung, dass das DRK sich mit einem zweiten Kindergarten in Eppstein, dem Naturkindergarten in Vockenhausen, engagiert.

Die Geschichte der Hilfsorganisation und das Sammeln von Dokumenten und Utensilien aus der über 100-jährigen Historie des Roten Kreuzes in Eppstein war eines von Adolf Mohrs Steckenpferden. Er regte die Ausstellung mit historischen Dokumenten und Ausrüstungsgegenständen in der neuen Geschäftsstelle an. „Viele der Ausstellungsstücke hat Mohr selbst zusammengetragen“, sagt Racky.

Die Feuerwehr Vockenhausen machte Mohr zum Ehrenmitglied. 1984 war er Festpräsident bei der 50-Jahr-Feier der Feuerwehr Vockenhausen und engagierte sich auch einige Jahre im Vereinsvorstand.

Mohrs Aufgaben im Eppsteiner DRK-Vorstand übernimmt kommissarisch die zweite Vorsitzende Beate Stieler. bpa

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