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Polizei gibt Tipps zum Schutz vor Einbrechern und Trickdieben

Wochenmarktbesucher nutzten die Gelegenheit und fragten Jürgen Seewald (re.), wie sie ihr Haus vor Einbrechern schützen können.

Die Umstellung von Sommer auf Winterzeit markiert auch für die Polizei eine Wende: „Mit der früher einsetzenden Dunkelheit steigt die Zahl der Einbrüche“, stellt Kriminalhauptkommissar Peter Vitze fest.

Er ist einer der Polizeibeamten, die am vergangenen Freitag auf dem Eppsteiner Wochenmarkt Passanten und Kunden ansprachen, um Tipps zu geben, wie sie sich vor Einbrüchen schützen können. Jürgen Seewald von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle erklärte, mit welchen Methoden Einbrecher ungeschützte Fenster und Türen öffnen und wie Sicherheitstüren und Fenster funktionieren.

Die Bandbreite seiner Tipps reichte von einfachen Maßnahmen, wie „immer ein Licht im Haus brennen lassen“ oder einfache TV-Simulatoren aufzustellen, die das wechselnde Licht eines Fernsehers nachahmen, Zeitschaltuhren für Licht oder Rollläden, bis hin zum aufwändigen Einbau neuer Fenster und Türen. Insbesondere bei Neubauten sei es sinnvoll, schon bei der Planung Schwachstellen zu vermeiden. „Wir kommen gern zu den Menschen nach Hause“, sagte Seewald und verteilte mit seinen Kollegen vom Beratungsdienst Visitenkarten. Zwei Tage vor dem bundesweiten „Tag des Einbruchsschutzes“ am 27. Oktober machten er und seine Kollegen auf Präventionsmaßnahmen und staatliche Förderungen für Sicherheitstechnik aufmerksam.

Seine Erfahrung: „Die meisten Einbrecher wollen schnell ins Haus kommen, ist ein Fenster zu gut gesichert, bricht der Täter den Versuch ab und zieht weiter.“ Seit einiger Zeit beobachte die Polizei, dass Einbrecher übers Dach einsteigen. „Da sind schon eher Profis am Werk“, sagte Seewald, „die auf diese Weise Alarmanlagen umgehen“.

Der Niederjosbacher Winfried Heinz berichtete, dass er nach einem Einbruch in seinem Haus Lampen mit Bewegungsmelder angebracht habe: „So merken wir und auch unsere Nachbarn sofort, wenn sich jemand in der Dunkelheit unserem Haus nähert“.

Übrigens zeigen die Präventionsmaßnahmen Wirkung: Seit drei Jahren sinkt bundesweit die Zahl der Wohnungseinbrüche.

Peter Nicolay und Seniorenberater Oskar Behrendt vom Präventionsrat des Main-Taunus-Kreises wollten vor allem ältere Menschen für gefährliche Situationen sensibilisieren. Ihr Rat lautete: „Seien Sie misstrauisch, wenn im Anzeigenfeld Ihres Telefons die ,110’ erscheint, am Telefon vor geplanten Einbrüchen gewarnt oder nach Geld und Wertgegenständen gefragt wird.“ Sie warnten auch vor den immer wieder neuen Tricks von Dieben.

Der ehrenamtliche Eppsteiner Seniorenberater Peter Arnold warnte vor Kleinanzeigen, in denen angeboten wird, gebrauchte Pelze zu kaufen. Angeblich dienen die Pelze nur als Vorwand, um den meist weiblichen Besitzerinnen auch ihren Schmuck abzuschwatzen.

Peter Vitze rät: Wer einen Termin mit Händlern zu Hause vereinbart, sollte zumindest eine zweite Vertrauensperson bitten, bei dem Termin dabei zu sein.bpa

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