„Kehr ein im alten schönen Eppenstein“

Luftaufnahme von Kaisertempel und gleichnamigen Hotel-Restaurant auf einer Postkarte von 1933.Repro: Burgmuseum Eppstein

Mit „30 Betten“ und „Höhenluft“ warb die „Gaststätte und Hotel Kaisertempel“ auf einer Postkarte, die einen Poststempel von 1933 trägt. Das Burgmuseum hat die Luftaufnahme des Kaisertempels für den Bestand erworben.

Ein Gedicht von dem heute wegen seiner antisemitischen und nationalsozialistischen Gesinnung umstrittenen nassauischen Heimatdichter Rudolf Dietz (1863-1942) auf der Rückseite der Karte rät: „…Ist leer der Magen, müd’ das Bein. Dann kehr’ im Kaisertempel ein“. Nach dem Bau des Kaisertempels 1894 wurde der Aussichtspunkt hoch am Staufen von Besuchern überrollt. Zudem stieg die Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten. Daher entschied sich der Vorsitzende des Verschönerungsvereins, Josef Heinrich Flach, zum Bau des Hotels mit Gastronomie. Das Hotel und Restaurant wurde 1896/97 errichtet und feierlich mit einem Manöverball eröffnet. Nach wechselnden Pächtern übernahm 1925 Bruno Höller für 40 Jahre Hotel und Gaststätte. So heißt es denn auch im Gedicht: „Geh’ nicht ins Ausland, hier kehr’ ein. Im alten schönen Eppenstein. Am Berg bei Mutter Höller!“ Damals

war Eppstein noch Luftkurort in der „Nassauischen Schweiz“. Noch immer bietet der Kaisertempel einen herrlichen Ausblick und das Restaurant lädt zur Einkehr. Nur ein Hotel gibt es nicht mehr. „Historisch und romantisch“, wie auf der alten Postkarte beschrieben, ist die Sehenswürdigkeit dennoch geblieben.

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